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2 (1842) E - H
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Granfeld.

königl. Hoheit, und lobt noch gegenwärtig als ein ehrwürdiger, erblin-deter, aber heiterer Greis in Berlin. Derselbe adoptirte mit höchsterBewilligung seinen Pllegesohn, Friedrich Sieyismnnd Siebmann, dengegenwärtigen Geh. Oberiinanzrath und vortragenden Rath bei derCommission zur Bearbeitung der Bank-Seehandlungs- und andererzum Hessort der Ober-Kechnungs-Kammer gehörenden Rechnungs-Angelegenheiten , so wie auch Ritter des rothen Adlerordens 3. Classevon Grunenthal, den Se. Majestät im Jahre 1812, mit Beilegung desv. Grunenthalschen Namens und Wappens, in den Adelstand erhob.Der als Staatsmann, wie als geistreicher Schriftsteller, gleich ausge-zeichnete Geheime Finanzrath von Grunenthal wurde im November1780 zu Kyritz geboren. Ein Verzeichniss seiner Gedichte, Erzählun-gen, Uebersetzungen und Beiträge in verschiedenen Journalen, lindetman im Gelehrten Berlin S. 8b. Der einzige Sohn des Geheimen Ober-Finanzrathes, Friedrich Sigismund , ist kaiserl. Lieutenant im 3. Jäger-bataillon, jetzt zu Pavia in Garnison. Das von Grünenthalsche Wap-pen besteht aus einem quadrirten silbernen Schilde. Im ersten Feldeliegt eine Streitaxt, im zweiten ist ein aus den Wolken kommenderArm, im dritten ein belaubter Baum auf grünem Rasen, und im vier-ten der Fuss eines Adlers dargestellt. Auf dem gekrönten, adeligenTurnierhelme wächst eine Blume zwischen zwei Kornähren.

Grunfeld (Grunfeld), die Freiherren nnd Herren von.

Der ursprüngliche Name dieses uralten scldesischen Geschlechtsist Waltmann. Es ist aus der Pfalz am Rhein, wo die Waltmannschon am Anfange des 13. Jahrhunderts bei Turnieren und an den Hö-fen der Herzöge von Baiern vorkommen, nach Thüringen gezogen.Der erste in den diesseitigen Staaten Vorkommende dieses Geschlechtsist Caspar Waltmann, kurfürstl, brandenburg. Rath. Er wurde imJahre 1634 durch einen Pistolenschuss von einer Streifpartei getöd-tet. Von seinen Söhnen erhielt Geortj I Faltmann v. Grunfeld, Erb-herr auf Hummelstein und Guttenstätten den Adelstand des heiligenrömischen Reiches. Er war mit einer v. Agricola vermählt und zeugtemit derselben vier Kinder. Von denselben wurde Andreas WilhelmWallmann des heiligen römischen Reichs Ritter v. Grunfeld und Gut-tenstätten, Erbherr des Familiengutes Guttenstätten, in Franken, undHerr der Güter Kolbnitz, Radwitz nnd Sägewitz in Schlesien, demböhmisch-mährisch- scldesischen Ritterstande am 12. Juni 1600 beige-sellt. Dessen Söhne, Andreas Wilhelm und Hans Karl, wurden am6. Novhr, 1741 in den preuss. Freiherrnstand erhoben. Die erwähn-ten Güter in Schlesien sind in andere Hände übergegangen, dagegenerwarb das Haus der Freiherren Waltmann v. Grunfeld nnd Gutten-stätten das Bergschloss Lehnhaus mit den dazu gehörigen Gütern beiLöwenberg. Hier starb im Jahre 1 SO4 Friedrich Gotthard Ehrenreich,Freiherr v. Grunfeld und Guttenstätten, der Letzte seines Stammes.Sein Denkmal, eine vierseitige Marmorpyramide von Schadow, stehthinter der alten Burg in einem dunkeln Haine. Da er kinderlos starb,sind die Güter an einen Neifen, einen v. Hangwitz, übergegangen.Das ursprüngliche Wappen der Waltmann v. Grunfeld und Guttenstät-ten zeigt im rothen Schilde zwei gegen einander gestellte nackte Män-ner mit starken Barten und grünen Laubkränzen um die Hüften undum den Kopf. Der eine legt die rechte, der andere die linke Handan einen Baumstamm, der drei belaubte Aeste trägt. Der Stamm desBaumes ist goldfarben. Auf dem Helme erscheint zwischen zwei Biif-felhörnern, welche bis in die Mitte roth und oben golden sind, ein