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geordnetes Leiclienbegängniss. Er war mit Sophie Charlotte de laChevaliere vermählt und hatte mit derselben funzehn Kinder erzeugt,nämlich vier Söhne und eilt' Töchter. — Ein jüngerer Bruder desFeidinarschalls, Philipp Otto v. G., geboren im Jahre lfi84, gelangtezur Würde eines wirklichen Geheimen Staats- und Kriegsministers,Oberpräsidenten aller Ober-Collegien in Pommern, Canzlers der vor-und hinterpommersclien Landesregierung, Ritters des schwarzen Adler-ordens, Oberhanptmann der Lande Lauenburg und Biitow, Erbherrnauf Loppow, Kunow, Varzemin, Darsin, Wangerske u. s. w., undstarb am 213. August 1752. — Seinen Sohn, Philipp Wilhelm, habenwir schon als Erblasser der oben erwähnten Güter genannt. DieserLetztere war anfangs Flügeladjutant König Friedrichs II., und genossdie besondere Gnade des Monarchen. Im Jahre 1757 wurde er aberin Schweidnitz mit gefangen, und seit diesem Vorfalle zu keiner Kriegs-Verrichtung mehr gebraucht. Seine Gemahlin war die Tochter desberühmten Generalfeldmarschalls von Gessler. — Trotz dieser zahl-reichen Nachkommenschaft sind die v. G. bei uns seltener geworden,und wir linden sie auch nicht mehr unter dem in Pommern ansässi-gen Adel aufgeführt. Im Staatsdienste steht gegenwärtig kein Mitglieddieser Familie, aber in der Armee dienen einige Subaltern-Ollizieredieses Namens. Ein Oberst v. G., der das .3. Musquetier-Bataillondes Regiments von llagken zu Aalen commandirte, ist im Jahre 1812gestorben. — Zwei Brüder v. G. standen als Majore in dem Küras-sierregiment v. Beeren. Der ältere starb im Jahre 181(3 im Pensions-stande, der jüngere aber als Oberstlieutenant und Postmeister zuSchlawe in Pommern. — Ein Major v. G., der zuletzt in polnischenDiensten stand, hat seine widrigen Schicksale in einem besondernWerke niedergelegt. — Die Familie Derer von Grumbckow führt ineinem silbernen mit Gold eingefassten Schilde, das nach unten zu-gespitzt ist, einen blauen, aufwärts Biegenden Pfeil, und auf demroth ausgeschlagenen, mit goldenen Bügeln und anhangendem gleich-mässigen Kleinode geziertem Helme eine goldene Krone, welche voneinem halben silbernen Monde, dessen Spitzen beinahe die äusserstenSpitzen der Krone berühren, umgeben ist, und über dem halben Mondedrei neben einander stehende sechseckige goldene Sterne. Die Helm-decken sind blau und silbern. M. s. Brüggemanns Beschreibung desIlerzogthums Pommern, I. 2tes Hauptstück. Micräl, Nene genealo-gische Nachrichten, I. Theil. Gaulle, 1. S. 542 — 44. Dienemann,S. 185. 201.
Gruncntlial, die Herren von.
Die Familie von Grunenthal stammt aus Baiern. In diesem Landehatte sie Besitzungen, weil sie aber der evangelischen Confession an-gehört, vertrieben sie die Religionsunruhen und Stürme im Laufe desdreissigjährigen Krieges aus ihrer Heimath. Das damalige Hauptder Familie trat in die Dienste des ritterlichen Königs Gustav Adolph,und gelangte zu einem höhern militairischen Grade. Seine der KroneSchweden geleisteten Dienste wurden mit Gütern in Lieiland belohnt.Einer seiner Enkel trat in preussisehe Dienste und stand als Haupt-mann zu Stettin in Garnison. Eine ehrenvolle Wunde, die er in derSchlacht von Mohvitz erhielt, veranlasste seinen Austritt aus dem Mi-litairdienste, bald darauf wurde er als Postmeister zu Zehdenick an-gestellt. Von seinen Söhnen starb der jüngste, Ludwig v. G., alspensionirter Hauptmann des v. Knobelsdorfschen Infanterie-Regiments,der älteste, Ernst v. G., war Kummerdirector des Prinzen Heinrich