Grosskrcuz — Grote.
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Das von Grolmansclie Familienwappen zeigt im blauen Schildeeine Lilie und auf dem gekrönten Helme zwischen zwei Biifl'elhörnernein mit der Spitze nach oben gerichtetes Schwert. Die Ilelmdeckenblau und weiss.
Grosskreuz, die Herren von.
Die v. G., welche in der preuss. Armee gedient haben, und vondenen noch gegenwärtig zwei dienen, stammen aus einem alten edlenGeschlechte in Schweden ab. Aus diesem Reiche kam Franz Timmv. G. im Jahre 1740 in den preuss. Kriegsdienst. König Friedrich II.stellte ihn mit dem Range eines Capitain bei dem nenerrichteten Re-giment Markgraf Heinrich an. Kr hatte sich in den Feldzügen König-Friedrichs II. rühmlich hervorgethan und starb im Jahre 1707 als Oberstund Chef eines Garnisonbataillons zu Acken an der Klbe. — Ein Sohnvon ihm starb im Jahre 1808 als pensionirter Major vom 3. Musque-tier-Bataillon des Regiments v. Miiffling zu Neisse. Er war Bitfel-des Ordens pour le merite, den er sich bei St. Amand im Jahre 1793erworben hatte. — Ein Capitain v. G., der früher in dem RegimentKurfürst v. Hessen gestanden hatte, starb 1815 in dem I. Elb - Land-wehr - Infanterieregiment. — Zwei Lieutenants v. G. dienen gegen-wärtig in dem 28. Infanterie-Regiment zu Cöln. — Ein vor uns lie-gender Abdruck des v. Grosskreuzschen Wappens zeigt im silbernenSchilde einen viermal gezinkten Balken, und auf dem ungekröntenHelme zwei Adlerlliigel, deren jeder wieder mit dein Balken belegt ist.
Grote, die Grafen und Freiherren von.
Die uralte, angesehene freiherrliche und gräfliche Familie v. Grotewird als von den Herren v. Wolfenbüttel abstammend, nach Andernaber als mit den Grafen v. Schwerin in Berührung stehend, gehalten.Einige Schriftsteller behaupten, dass der vertriebene Odo v. Wolfen-büttel mit dem Beinamen der Lange, der Grosse (Grote), der Stamm-vater des Hauses wäre. Schon im 12. Jahrhunderte kommen Zweigedieses Hauses als Truchsesse von Lüneburg vor, und im 13. Jahr-hunderte wurde es mit dem Erbtruchsess-Amte im Herzogthume Lü-neburg belehnt. Im 14. und 15. Jahrhunderte kommen sie als Burgmän-ner zu Haarburg vor, namentlich Odo VIII., Grote genannt, der inverschiedenen Urkunden vorkommt, die sich auf einen Bund des altenLandes mit den Hansestädten Lübeck und Hamburg beziehen, der imJahre 1430 geschlossen wurde. Sein Sohn, Thomas Grote, gelangteim Jahre 1489 zur Würde eines Fürsten des heiligen römischen Rei-ches, als er zum Bischöfe von Lübeck erwählt wurde. Er verzichtetejedoch einige Jahre später auf den bischöflichen Stuhl, um sich in dieEinsamkeit zurückzuziehen. Sein Stiefbruder, Ollo IX., erschien imJahre 1547 als braunschweig-lüneburgscher Gesandter auf dem Reichs-tage, und 1548 ward derselbe zum Statthalter des Fürstenthums undzum Vormunde des Prinzen Heinrich zu Dannenberg ernannt. Gauhenennt ihn fälschlich Thomas v. G. und lässt ihn im Jahre 1563 als Ge-heimer Rath und Statthalter sterben, und Seyfert beginnt die Stamin-reihe des Geschlechts mit Otlo Groten, der um das Jahr 1509 fürstl.cellischer Landrath gewesen ist. Schon damals besass das Haus dieGüter Brese im Brök, Stylhorn und Hackenfelde. — Thomas v. G.war fürstl. braunschweig-lüneburgscher Geheimer Rath und Gross-vogt zu Zelle, und Heinrich, erster Freiherr v. G. zu Schauen, warkönigl. grossbritannischer Geheimer Rath. Auf diese Weise zerflel dasv. Zedlitz Adels-Lex. II. 19