Grcnus — Griesheim.
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Grcnus, die Freiherren und Herren von.
Auch Grenii und Greniit, ein Geschlecht, das aus Flandern stammt,und sich von da nacli Genf gewendet hat. Egül Gienii, Raths-Pen-sionlir, erhielt vom Kaiser Karl V. am 14. Nov. 1553 ein Erneuerungs-diplom seines alten Adels. Das Original ist während der blutigen De-volution in Genf verloren gegangen, aber es ist der Familie im Jahre1794 eine Abschrift desselben ausgefertigt worden. Aus dieser Fami-lie wurde Franz Ludwig Theodor, Freiherr v. Grcnus, im Jahre 1828königl. preuss. Kammerherr. —- Die v. G. fiiliren einen, mittelsteines spitzigen goldenen, die Spitze nach oben gewendeten Sparrenin drei Theile zerfallenden rothen Schild. In dem untern Theile zwi-schen dem Sparren ist ein silbernes Herz angebracht, aus dem dreillosen wachsen. In den beiden andern Feldern sind zwei an demSparren aufwärts klimmende Löwen dargestellt, und auf dem gekrön-ten adeligen olfenen Turnierhelme zeigt sich ein rother abgekürzterLöwe.
Griesheim, die Herren von.
Diese Familie gehört zu dem ältesten preussischen, sächsischenund schwarzburgschen Adel. Namentlich war sie im Thüringischensehr verbreitet. Ihr gleichnamiges Stammhaus liegt im FiirstenthumeSchwarzburg an der Ilm, und mehrere Autoren halten dafür, dass auchdas Städtchen Griesheim zwischen Frankfurt a. M. und Höchst in Be-ziehung zu derselben steht. Die Stammreihe dieses alten Geschlech-tes beginnt im Jahre 1050 mit Witilio v. G., und in einer Urkundevom Jahre 1131, die sich in dem Archive des Klosters Georgenthal beafand, kommt eine Wilelo v. G. vor (m. s. Gotha Diplom. Pars II.pag. 247). Um das Jahr 1239 war ein Herr v. G. schwarzburgscherRath. — Hermann v. G., der Kurze genannt, hat sich als Kriegsobri-ster Kaiser Rudolphs I. hervorgethan und viele Raubschlösser einge-nommen. — Carl v. G. zu Griesheim und Caspar v. G. standen demLandgrafen in Thüringen bei, als sich die Vitzthum gegen ihn erho-ben hatten. — Heinrich Wolfgang v. G., ein Urenkel desselben, warfiirstl. ostfrieslän'discher Hofmarschall und Obeljägermeister, und pflanzteseinen Stamm durch viele Söhne fort. — Ein anderer Ast wurde durchCaspar v. G. zu Elxleben und dessen Nachkommen gebildet. Zu die-sem gehört Curt Heinrich v. G. , Domdechant und Stiftsrath zu Mer-seburg. — Günther v. G. auf Oberthau-, Geheimer Rath und Dom-propst zu Naumburg. Dieser Letztere hatte wieder sechs Söhne, vondenen wir Christian v. G. nennen, der zur Würde eines fiirstl. Sach-sen- eisenachschen Geheimen Raths und Premier-Ministers gelangte. —Christoph Heinrich v. G. auf Sinderstedt war zuerst Professor zu Rin-teln, nachmals magdeburgischer Rath und zuletzt kurtnainzischer Ge-heimer Rath und Oberamtmann. Er war Vater von sieben Söhnen. —Hans Christoph v. G. war im 30jährigen Kriege kaiserl. Oberst undCommandant von "Duderstadt, gerieth in die Gefangenschaft der Schwe-den und erschien nachmals als königlich polnischer Abgesandter inDeutschland. — Heinrich Ernst v. G. maohte sich am Anfange desvorigen Jahrhunderts als kaiserl. ICriegsotirister bemerkbar. — Einerv. G. zu Magdeburg wurde im Jahre 1792 preuss. Kammerherr. — ImJahre 1806 war ein Fräulein v. G. Capitularin des Marien-Fräulein-stifts zu Minden. — In der Gegenwart ist einer v. G. Kammerge-richts-Assessor und Dirigent des Inquisitoriats zu Berlin, ein andererv. G. ist Oberlandesgerichts- Assessor zu Glogau, ein dritter v. G. ist