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2 (1842) E - H
Entstehung
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282
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282 GrcijfiTcnjtfcil Grell.

Grciffcnpfeil, die Freiherren von.

Der Knrfiirst Friedrich III., nachmals als König Friedrich I.,ertheilte am 23. November 1700 dem unter dem Namen von Greif-fenpfeil in den Reichsfreiherrnstand erhobenen Bürgermeister Hollinannzu Frankflirt und seinen zu derselben Würde gelangten Söhnen undVettern ein Anerkennungs- oder Bestätigung^ - Diplom. Melchior undCölestin v. G. besassen die Güter Heinrichsdorf und Kehrberg im KreiseGreiffenhagen. Heinrichsdorf war früher ein v. Steinwehrsches Lehnund später das Besitzthum des königl. schwedischen KammerdirectorsAndreas Sparfeld. Von diesem erkauften es Die v. G. Der letzteZweig ans diesem neuen freiherrlichen Hause, wenigstens in Bommern,scheint Gustav Kbcrhard v. G. gewesen zu sein, denn nach dessen imJahre 177;') erfolgten Tode gingen laut seines Testamentes diese Güteran seine Gemahlin (nach vorher gegangener AUodilication am 22. März1769), Barbara Charlotte Juliane v. Bandeiner, der Universalerbin sei-nes Vermögens, über. Das ihnen beigelegte Wappen ist quadrirtund in der Mitte mit einem silbernen Balken belegt, auf dem dasIlerzschild ruht. Im lsten rothen Felde steht ein goldener, nach derlinken Seite aufspringender Greif; in dem 2ten blauen Quartiere kommtein geharnischter Arm aus den Wolken, der eine schwarze brennendeGranate hält. Ueber der Biegung dieses Arms und im linken oberenAVinkel, so wie unter dem Kllnbogen des Armes im untern rechtenAVinkel, ist ein goldener Stern angebracht. Im 3ten ebenfalls blauenFelde stehen auf grünem Hügel drei Felsen, und im 4. rothen Quartieresieht man drei zusammengebundene Pfeile, von denen zwei die Spitzennach oben kehren, einer aber nach unten gerichtet ist. Sie formen aufdiese AVeise ein sechseckiges Kreuz. Im goldenen Herzschildlein stehtein söltwarzer Adler, und auf der Brust desselben ein L, in Bezie-hung auf die vom Kaiser Leopold erhaltenen Freiherrn würde. DasIlerzschild, so wie das Hauptschild, sind mit Freiherrnkronen bedeckt.Ueber dem Ganzen aber ist ein gekrönter Helm, wie im Herzschilde,angebracht. Zu Schildhaltern sind zwei Greife gewählt.

Grell, die Herren von.

Die Herren von Grell gehörten zu dem Adel in Pommern, sie be-sassen im vorigen Jahrhunderte Güter im Lande Lauenburg, nament-lich gehörte ihnen Labun, Massow und Zewitz; es sind aber beide Be-sitzungen längst in andern Händen. Schon seit längern Jahren kommtdieser Name weder in den Listen der Staatsbeamten, noch in de-nen der Armee vor, und es ist demnach sehr wahrscheinlich, dassdiese Familie ausgestorben ist. Der Letzte, den wir in den Listender Armee aufgefunden haben, stand als Major im 3. Musquotier - Ba-taillon des Regiments v. Raumer, zuletzt vacant v. Puttkammer (erwurde im Jahre 1,303 in den Pensionsstand versetzt). Iiine A'ermuthung,die dadurch Bestätigung erhält, dass die letzte Besitzerin v. Labun,Charlotte Friederike v. AVobeser, geborene v. Grell, die Krbtochter ih-res Hauses war. Die von Grell führten (nach Elzows Angaben) im ro-then Schilde zwei kreuzweise über einander gelegte Lanzen, mit indie Höhe gerichteten Spitzen, zwischen denselben oben und unten einengoldenen sechseckigen Stern. Das Schild ist mit einem rotli ausgeschla-genen Helme, mit goldenen Flügeln und anhangendem goldenen Kleinodgeziert, über welchen eine gekrönte, rotli gekleidete Jungfrau bis andie Knie hervorragt, welche in der Iland einen Turnierring hält.Decken rotli und silbern. Brüggeinann, 2tes Hauptstück und lltesHauptstück.