Grappc — Grappendorf.
279
hielt er «las Infanterieregiment des bei einem Auflaufe in Dresden er-schossenen Oberst v. Holtmann (No. 44, zuletzt v. Hagken). Kr starbam 12. Decbr. 17(14 zu Neisse unverehelicht.
Grappe, die Herren von.
S'e geliö;en zu dem ältesten Adel in Pommern, und haben in al-ten Zeiten v. Groden geheissen. Ihre Stammreihe beginnt mit Nico-las v. G., der im Jalire 1291 beim Herzoge Boleslav II. in grossemAnsehen stand. — Heinrich v. G. war Ilolinarschall «les Herzogs Bo-gislav. — Sie besessen verschiedene Güter im Greiirenberger Kreise,namentlich Dorfhagen, Lutkenhagen, Dammhof, Griinhof, Dunow u.s.w.Ihre Hauptbesitzung scheint Dorfhagen, eine Meile von Greiffenberggewesen zu sein. Eine andere, wie wir unten näher erwähnen, demWappen nach verschiedene Linie besass Carwitz im Kreise Scldawe,14 Meile von Riigenwalde entfernt. Am 20. Novbr. 1777 fiel diesesGut dem einzigen Sohne «les Hauptmanns Gerhard Sigismund v. G.,dem Friedrich Sigismund v. G., zu. Dieses alte v. Grappesche Lehntrat am Anfange «les vorigen Jahrhunderts der Kittmeister Adam Wolfv. G. seinen Söhnen noch bei Lebzeiten ab. Dunow ist im Jahre1748 an einen v. l'ustal übergegangen. Gegenwärtig finden wir diev. G. nicht mehr unter dem in Pommern ansässigen Adel aufgeführt.Ks haben zu verschiedenen Zeit«m viele Söhne aus diesem Hause imHeere gedient. In der Gegenwart dient nur ein Ollizier dieses Na-mens in der Armee, nämlich der Lieutenant v. G. im 22. Infanteriere-giment, ein Sohn des früher in dem Infanterieregimente v. Hohen!« hegestandenen Hauptmanns und nachmals als Major im Pensionsstaudezu Schweidnitz wohnenden Majors v. G. Micräl. erwähnt dieses Ge-schlecht S. 487. Gauhe, I. S. 527. Siebmacher giebt das Wappen, III.S. 1(34. v. Meiling beschreibt es, I. S. 289, und Brüggemann im XI.Iipi'stck. Sie führen im silbernen Schilde «Irei schwarze Grapen oderKessel, oben zwei und unten einen. Auf dem Helme ist ebenfalls einGrapen zwischen zwei schwarzen Adlerflügeln angebracht. So beschreibtBrüggemann dieses Wappen. Die Abbildung in Siebmacher aberweichtdavon ab. Sie gilt der v. Grappeschen Linie im Schlaweschen Kreise,die goldene Grapen im silbernen Schilde, und auf dem Helme nur ei-nen schwarzen Adlerflügel hatte.
Gr.ippcndorf, die Herren von.
Eine alte Familie der Ritterschaft in Niedersachsen und Westpha-len, die namentlich in der .Stadt Lübbecke im Fiirstenthnine Mindenmit zwölf anderen adeligen Geschlechtern ansässig gewesen ist. Johannv. G. war erster Bürgermeister der Ritterschaft zu Lübbecke, und mitAnna Maria v. Münchhausen vermählt. Kr hatte das Unglück, am 23.Mai 1647 im Duell erstochen zu werden. Im Anhange zu BehrensGenealogie de?. Hauses Steinberg kommt eine Stammtafel dieser alt-adeligen Familie vor, aus der ein Mitglied Kammerherr Königs Frie-«lrich Wilhelm I. war. v. Meiling giebt die Beschreibung des Wappens.Diese Familie führte im goldenen Sehilde einen schwarzen Grapen oderTopf mit zwei Henkeln und drei Füssen. Auf dem Helme liegt eineschwarz- und goldgestreifte Wulst, und auf derselben ist ein solcherGrapen zwischen zwei Palmzweigen dargestellt.