Gralatli — Grambow.
277
lier Oberst des 4. Kiiralsjerregiments, gegenwärtig Brigadier der Ca-vallerie. Dieser tapfere Offizier erwarb sicli schon im Jahre 1807 inColberg den Verdienstorden, und für die Gefechte vom 19. Iiis 21. Au-gust 1813 erhielt er das eiserne Kreuz II. Classe. Den Verdienstordenbesitzen auch ein Oberstlieutenant und ein Major v. G., zwei Brüder,die Beide früher in dem Kegimente Prinz Heinrich standen. Der jün-gere von Beiden, der Oberstlieutenant, machte die Feldzüge 18-j-t- indem inecklenburg-scliwerinscken Husarenregiment mit. Beide Brüderhatten diesen Orden bei derselben Gelegenheit, nämlich bei dem Sturmeauf das Bergschloss Bitsch im Jahre 1793 erworben. Merkwürdig istes, dass sie in den Ranglisten bis zum Jahre 1806 v. Grävenitz, undin der neuesten Ordensliste v. Grevenitz geschrieben sind. FriedrichAiii/ust Ferdinand v. G., geb. zu Breslau am 26. Sept. 1767, war geh.Justiz- und Kammergerichtsrath zu Berlin, und hat sich durch seineSchrift: „derBauer in Polen" und andere literarische Arbeiten bekanntgemacht. — Der gell. Oberregierungsrath a. D., früher Referent imMinisterium des Innern, v. G., lebt gegenwärtig auf seinem Gute Lippebei Neustadt-Eberswalde. — Das Erbtriiehsessamt in der KurmarkBrandenburg bekleidet gegenwärtig Heinrich Moritz Albreclit v. G. aufQueeiz im lleg.-Bez. Merseburg. Vor ihm war Helmuth Moritz Erd-mann auf Gottberg in der Altmark Erbtruchsess. — Ein Major v. G.und Ritter des eisernen Kreuzes, ist gegenwärtig Vorsteher des Fräu-leinstiftes Marienfliess an der Stepnitz in der Ostpriegnitz. In dem-selben Stifte ist auch ein Frl. v. G. Conventualin, und im Jahre 1806war ein anderes Frl. v. G. Domina dieser Stiftung. — Endlich istein Hr. v. G. Landrath des Kreises Vreschen. — Schliesslich führenwir noch an, dass das Ilaupt der gräfl. im Königreiche Wiirtembergblühenden Familie, Graf Ludwii) Wilhelm v. G., Oberst und Comman-dern' des wiirtembergschen 4. Reiterregiments und Adjutant des Königsist. Er ist mit Friederike Albcrtine , Baronin v. Reischach, vermähltund hat vier Kinder. Eine Tochter, Albcrtine, und drei Söhne, Frie-drich, Wilhelm und Karl. •— Nachrichten über diese Familie gebenDienemann, S. 336 No. 19, S. 366 u. f. Gaulie, 1. S. 522 — 524, II.S. 1499, undAnliang S. 1499 —1501. Imliof, Notit. Proc. Imperii, edit.nov. Koelderi. Krohne, II. S. 416 — 419. Sie führen im silbernenSchilde einen Baumstamm mit drei Aesten, dieses Wappenbild wieder-holt sich auf dem Helme; hier läuft aber ein Dachs (Grave) auf dem-selben.
Gralatli, Herr von.
Des jetzt regierenden Königs Majestät erhob den Kriegsrath undBürgermeister der Stadt Danzig, Gralatli, am 5. Juni 1798 in denAdelstand.
Grambow, die Herren von.
Eine alte adelige, schon um das Jahr 1308 vorkommende FamiliePommerns, deren gleichnamiges Stammhaus unweit Stettin liegt, undin die Hände Derer v. Lichstedt gekommen ist. Sie besassen aberauch Schanzlau in der Gegend von Wolgast, so wie Wildkühl im AmteVVredenhagen und die Güter Griinz und Pinnow in der Uckermark.Eine Linie hat sich in Dänemark niedergelassen, und ein gleichnami-ges Geschlecht blüht in Mecklenburg. Sie führt aber ein anderesWappen; m. s. unten. — Sie führten im weissen Schilde einen stark