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Grävenitz.
der schwarze Adler, im 2. blauen sind zwei Schwerter mit goldenenGrillen ins Andreaskreuz gelegt, im 3. blauen ist ein aus den Wolkenkommender, eisengeriisteter Arm, ein Schwert mit goldenem Griffehaltend dargestellt, und im 4. goldenen Felde sieht man einen halbenbraunen Hirsch nach der rechten Seite gekehrt. Das Herzschild zeigtim blauen Fehle ein silbernes Rad. Das Hauptschild ist von zweiHelmen bedeckt; auf dem rechten zeigt sich zwischen zwei Adlerfiü-geln der Arm, auf dem linken zwischen zwei braunen Biiffelhürnernder schwarze Adler.
Das Wappen der unter No. 3. erwähnten Familie ist ebenfalls qua-drirt und mit einem Mittelschildchen versehen. In dem I. goldenenFelde steht ein blaugerüsteter, nach der linken Seite gewendeter Kit-ter, der auf ausgestreckter Hand einen weissen Falken hat; im 2. blauenFelde kommt ein geharnischter Arm, der ein Schwert hält, aus denWolken; das Feld 3 ist wie ?, und das Feld 4 wie i. Im Mittelschildesteht der preuss. schwarze Adler in Silber. Das Hauptschild trägt zweigekrönte Helme; der rechte ist mit drei Straussfedern (blau, Silber,blau) geschmückt, der linke trägt den weissen Falken.
Grävenitz (Grcvcnitz), die Grafen und Herren von.
Die Herren v. Grävenitz gehören ursprünglich den Marken an,von wo aus sie sich auch nach Mecklenburg gewendet haben. Schonzur Zeit Kaiser Heinrich I. kommen sie unter dem Namen v. Gräbe-nitz vor. In den Marken besassen sie ansehnliche Güter, namentlichRittleben, Neukirch und Weilborn in derAltmark, Schilde, Frehne undRohlsdorf in der Priegnitz u. s. w.; auch haben sie das Erbtruchsess-amt in der Kurmark Brandenburg, und mehrere Mitglieder sind schonfrühzeitig in den Johanniterorden aufgenommen worden. Johann v. G.ist 1534 zum Yicarius perpetuus des Stiftes Bardowick gewählt wor-den. — Einer v. G. war des Herzogs von Mecklenburg Geheimerrath,Hofmarschall und Kammerpräsident. — Friedrich 1 Vilhelm v. G. warherzogl. würtembergscher wirklicher Geheimerrath, und wurde am An-fange des vorigen Jahrhunderts mit seinen Nachkommen in den Reichs-grafenstand erhoben. Im Jahre 1710 halte er den preuss. schwarzenAdlerorden erhalten. Mit demselben Orden waren seine Söhne, l'rie-drich Wilhelm , Reichsgraf v. G., herzogl. würtembergscher Obermar-schall, und Victor Sigismund, Reichsgraf v. G., herzogl. würtemberg-scher Conferenzrath, geschmückt. — Diese in den Reichsgrafenstanderhobene Familie nahm im Jahre 1727 ihren Sitz auf der fränkischenGrafenbank ein. In der preuss. Armee haben zwei Generale diesesNamens mit Ruhm gedient, David Jürgen v. G-, Generallieutenant derInf., wurde 1739 Commandant von Magdeburg, und 1747 Gouverneurvon Cüstrin, wo er in einem sehr hohen Alter gestorben ist. — Derandere General v. G. war ebenfalls Generallieutenant und zuerst Chefeines Regimentes in Bayreuth, später in Glogau. Zugleich war er In-specteur der siidpreuss. Infanterie, Ritter des rothen Adlerordens unddes Verdienstordens. Er stammte von der altmärkischen Linie undnahm im Jahre 1805 seinen Abschied, bei welcher Gelegenheit er zumGeneral der Infanterie ernannt wurde; auch erhielt er eine angemes-sene Pension, starb jedoch kurze Zeit nach seiner Verabschiedung.Ausserdem sind noch anzuführen: der vormalige Oberst der Artillerieund jetzige Generalmajor a. D., v. G., der sich auch als Schriftstellerbekannt gemacht hat. Wir bemerken jedoch, dass wir ihn in den Li-sten v. Grevenitz geschrieben linden, eben so wie einige andere Stabs-offiziere und Offiziere dieses Namens. — Der Generalmajor v. G., bis-