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2 (1842) E - H
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Gräfe Grave.

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Gräfe, Herr von.

Der königl. preuss. geheime Rath, Generalstabsarzt der Armee,Mitdirecför der med. chir. Akademie, Professor an der Univers, zu Berlin,Dr. Karl Ferdinand Gräfe, wurde auf Antrag des Senats vom König-reiche Polen von dem Kaiser Alexander von Russland in den Adel-stand erhoben, das Diplom darüber wurde von dem Kaiser Nikolaus I.unter dem 14. Februar 1826 zu Petersburg vollzogen Se. Majestätder König Friedrich Wilhelm III. hat durch eine Cabinetsordre voml(j. Novbr. 1826 diese Standeserhebung anerkannt und die Annahmederselben bewilligt. Das der adeligen Familie v. Gräfe beigelegteWappen besteht aus einem blauen, durch einen goldenen und schwar-zen Faden der Länge nach getheilten Schilde. In der rechten Hälfteist ein halber weisser polnischer Adler mit goldenem Schnabel und gol-denen Füssen (laut Beschluss des polnischen Senates dem früherenWappenbilde des Erhobenen beigefügt) dargestellt; in der linken Hälfteerblickt man zwei in einander verschlungene Sternenkränze, jeder auszwei und zwanzig goldenen Sternen gebildet. Das Schild ist von ei-ner goldenen, mit Sapphiren besetzten Edelkrone bedeckt. Auf dersel-ben ist ein mit einein Kleinod und fünf Straussl'edern (drei blau, einegolden und eine rotli) geschmückter schwarz angelaufener Turnierhelmangebracht, der sich an ein hinter ihm liegendes goldenes Passions-kreuz lehnt. Das Gelehrte Berlin giebt S. 79 folgende kurze biogra-phische Notizen, diesen berühmten Arzt betreffend. Er wurde zu War-schau am 8. Mai 1787 geboren, und nach öffentlicher, ohne Präses,gehaltener Disputation am 21. April 1807 zu Leipzig zum Doctor derArzneikunde und Chirurgie proinovirt. Im Jahre 1808 war er schonLeibarzt des regierenden Herzogs von Anhalt-Bernburg, 1810 ward erals ordentlicher Professor der Medizin an die Universität zu Berlinberufen, 18-J-f u. f. folgte er dein Heere als Divisionsarzt, 1815 wurdeer königl. Geheiinerrath, 1820 Mitglied der Ober-Exaininationscominis-sion für die Medizinalstaatspriifungen, und 1828 dritter Generalstabs-arzt der Armee und Mitdirector der med. chir. Akademie. In Bezie-hung auf die Orden, welche die Brust dieses hochverdienten Mannesschmücken, bemerken wir nur, dass ihm Se. Maj. der König schon imJahre 1814 das eiserne Kreuz am weissen Bande verlieh, nnd denrothen Adlerorden II. Classe mit Eichenlaub im Jahre 1832 ertheilte.

Grävc, die Herren von.

Es sind drei adelige Familien dieses Namens zu unterscheiden.1) Das alte sächsische Geschlecht v. G-, aus welchem Hans v. G. zuWeissenfeis um das Jahr 1537 enthauptet wurde, und das nach v. Schön-berg (I. fol. 428 f et 6) mit dem Sohne des unglücklichen Mannes er-loschen sein soll. 2) Die Abkommen des Johann Hieronymus und Da-vid Conrad Gravius, die unter dem Namen Edle v. Grave am 2. Oct.1786 geadelt wurden. Der Kriegsrath Edler v. G. besass am Anfangedes 19. Jahrhunderts eine Zeit hindurch das Gut Nimmersatt bei Bol-kenhayn. Er war auch Canonicus bei dem Collegiatstifte zu Magde-burg. 3) König Friedrich Wilhelm II. erhob auch eine zweite Familie vonGrave in Oberschlesien in den Adelstand. Nicht zu bestimmen vermö-gen wir, ob zu derselben der gegenwärtige Polizeidistrictscommissariusv. G. auf Gieraltowitz bei Cosel gehört.

Die unter No. 2. erwälinte Familie führt ein quadrirtes, mit einemHerzschildchen versehenes Wappen. Im 1. goldenen Felde zeigt sich

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