Gottberg — Götter.
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Potsdam. — Das schon oben erwähnte Wappen ist das einfache ur-sprüngliche Wappen der heutigen Grafen v. Schaffgotsch, nämlich einachtmal in die Länge, silbern und roth getlieiltes Schild. Auf dem un-gekrönten offenen Turnierhelme steht der Kieferbaum des Kienastes,und an demselben «las weisse Schaaf der Schaffgotsclie, wie auf demrechten Helme des alten freiherrlichen und auf dein mittleren des heu-tigen gräll. v. Schaifgotschen Wappens.
Gottberg, die Herren von.
Eine ursprünglich Hinterpoinmern ungehörige, aber auch inPreus-sen ansässige und verbreitete altadelige Familie. Sie besass seit lan-gen Jahren und besitzt noch in der Gegenwart die Güter Gross- undKlein-Diibsow und Starwitz im Kreise Stolpe, ferner Mahnwitz eben-daselbst, und Reblin im Kreise Schlawe. Mahnwitz gehört dem königl.Landrath, Major a. D., Klostervater des Fräuleinstiftes zu Stolpe undRitter hoher Orden, v. G. — Im Jahre 1800 gehölte in Preussen demLandrathe des Heilsberger Kreises und Landesdireetor v. G. Tromit-ten, und gegenwärtig gehören in dieser Provinz die Güter Kütten,Pr. Willten bei Domnau und Perschein bei Eylau dieser Familie, na-mentlich besitzt Wilhelm v. G. Pr. Willten. Er ist Rittmeister v. d. A.und mit einem Fräulein v. G. vermählt. Ans dieser Ehe ist ein Sohn,Gustav v. G.. vorhanden. — lös haben viele Söhne aus diesem Hauseim preuss. Heere gedient. Im Jahre 1800 standen fünf v. G. in derArmee. In dem Dragonerregiment v. Auer zu Königsberg stand einPremierlieutenant, Baron v. G., der im Jahre 1828 Major im 3- ICiiras-sierregimente war, und ein Fähnrich in demselben Reginiente, der umdieselbe Zeit Capitain im 2. Bataillon des 21. Landwehrregiments war;der Erstere ist gegenwärtig Oberstlieutenant a.D. — Ein Major v. G.,der früher in der ostpreuss. Füsilierbrigade gestanden hatte, starb imJahre 1814 an ehrenvollen Wunden. — Ausser den oben angeführtenjetzt lebenden Mitgliedern der Familie sind noch folgende anzuführen:Heinrich v. G. auf Gross-Klitlen im Kreise Friedland des Regierungs-bezirks Königsberg, Hauptmann a. 1). und ehemals Adjutant im Ifegi-mente v. Treskow. Er ist mit Ottilie v. Braun vermählt und hat vierTöchter und einen Sohn. — Werner v. G. auf Perschein im KreisePr. Eylau, Oberstlieutenant a. D., stand bei dem 3. Kürassierregimente,ist mit Johanne Zornow vermählt und hat fünf Söhne. — Eine Schwe-ster desselben ist an den Major v. Holzendorf vermählt. — Das Wap-pen Derer v. G. ist ein Schild, das schräg in drei gleiche Theile ab-gezeichnet ist, deren mittlerer roth ist. In demselben zeigt sich eingeharnischter Mannsarm, einen blossen Säbel haltend; die beiden an-deren Theile des Schildes sind golden, und in jedem ein abgestiim-melter Ast zu sehen. Auf dem offenen Turnierhelme sind drei Strauss-federn angebracht (gelb, schwarz, roth). Auszug aus dem Diplome desKaisers Rudolph II. zu Prag den 8. Novbr. 1595. Siebmacher giebtdieses Wappen III. S. 1G4, und Micrälius erwähnt diese Familie S.478Brüggemann, Beschreibung von Hinterpommern, 1. 2. Hptstck.
Götter, die Grafen von.
Aus der adeligen Familie v. Gotter in Thüringen, namentlich imHerzogthume Sachsen-Gotha, wurde Gustav Adolph v. G. im Jahre
1725 königl. preuss. Geheimerrath und wirkl. Kämmerer. Im Jahre
1726 erhob ihn Kaiser Karl VI. in den Freiherrnstand; 1727 erhielt