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Gostkowski — Gotsclu
Gostkowski, die Freiherren und Herren von.
Man findet diese ursprünglich polnische, dann westpreussische,aber auch alte pommerseke Familie, auch Gostkofski und Gustkowskigeschrieben. Aus der polnischen , in Galicien begüterten Linie wurdeStanislaus v. Gostkofski im Jahre 1782 Freiherr. In Pommern besitztdiese Familie Antheile des im Lauenburg-Bütowschen Kreise liegendengrossen Dorfes Gustkow, auch Gostkow, namentlich die Minorennen desMajor v. Go. die Antheile B. und K., Matthias und Louis v. Go. denAntheil II. — In der Armee dienten im Jahre 180(j viele Mitgliederdieser adeligen Familie. ■— Hin Major v. Go. stand im RegimenteKurfürst von Hessen in Paderborn und starb 1811. Ein anderer Ma-jor v. Go , der früher im Regimente v. Grävenitz gedient hatte, starb1828. Ein dritter Major v. Go., früher Rittm. im Regim. Gensd'ar-mes, lebt im Pensionsstande. Ein Capitain v. G., früher im Regim.v. Tschammer, dann im 9 Infanterieregiment, ist Postmeister in Ora-nienburg und Ritter des eisernen Kreuzes (erworben vor Arnheim inden Niederlanden). Brüggemann giebt nach Elzow im XI. Ilauptstiick,v. Meding, III. Till. S. 266; Micrälius, S. 487, Nachrichten von die-sem Geschlechte. Sie führen einen mit den Spitzen aufwärts gerich-teten halben Mond, über und unter demselben einen sechseckigen gol-denen Stern, und auf dem Helme einen geharnischten Arm mit einemblossen Schwerte.
Gotscli, die Herren von.
Die Herren v. Gotscli haben, wie die Gleichheit des Namens unddes Wappens darthut, Eine Abstammung mit dem vornehmen IlattsoSchairgotsch. Wie bekannt, ist das Wort „Gotscli" die Verkleinerungdes Vornamens Gotthard. Gotthardo oder Gottsche v. Schaff, welcherdie Veste Kienast von einem Herzoge Bolko, nach Einigen von Bolkobellicoso, geschenkt erhalten haben soll, nannte sich zuerst Schaff, Gott-sche genannt, während noch lange Zeiten hindurch noch öfters blos alsGotsch und wieder auch blos als Schaff einige vorkommen, namentlichwird Ulrich, Ritter vom Kienast und Greiffenstein, sein Sohn Wolf-gantj aber Gotsch genannt. Die hier in Rede stehende Familie scheintein schon frühzeitig abgesonderter Zweig, der sich aus Schlesien in dienordöstlichen Länder, namentlich nach Preussen und von da aus auchnach Schweden gewendet hat, zu sein. Nach Angabe einiger Mitglie-der der Familie ist es wegen der Religion im 30jährigen Kriege ge-schehen; doch erwähnt schon Henelius, S. 636, die v. Götschen, undSiebmacher giebt, I. pag. 61, ihr Wappen, welches wir weiter untennäher beschreiben werden. — In der Armee haben mehrere v. G. ge-dient und dienen noch in derselben. Sie sind theils die Abkommendes aus Preussen gebürtigen früheren Majors im Kürassierregimentev. (iuitzow und nachmaligen Kreisbrigadier bei der Gensd'armerie undOberstlieutenant a. D., v. G., wie die Premierlieutenants v. G. im 7.Kürassierregiment, oder es sind die Söhne des Johann v. G., der frü-her in preuss., später in grossherzogl. mecklenburgschen, und zuletztwieder in preuss. Diensten stand, und als pensionirter Hauptmann am22. Decbr. 1832 in Neisse starb. Vier Söhne von ihm waren Offizierein der preuss. Armee. Der älteste von ihnen ist im Jahre 1829 inkaiserl. russische Dienste getreten, zwei sind in der Blüthe ihres Le-bens als Offiziere der Garnison von Neisse gestorben, und der vierteist der Lieutenant v. G. in dem Gardelandwehr-Reserveregiment zu