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der königl. polnische Generallieutenant und Marschall der Confödera-tion von Thorn, Freiherr v. d. G., und der Oherst Freiherr v. d. G.auf 'Wahlbruch, in den preuss. Grafenstand erhohen. Bernhard Wil-helm, Freiherr v. d. G., königl. preuss. Oberst und Fliigeladjutant,und dessen Vetter, Karl Alexander, Freiherr v. d. G., königl. Oberst-lieutenant und Fliigeladjutant, wurden an demselben Tage, und Jo-hann Wilhelm, Freiherr v. d. G., damals Oberst im Regiment PrinzEugen von Wiirtemberg Husaren, am 18. Januar 1787 prenssischeGrafen, v. Gundling Führt die v. d. G. als Besitzer von Cürtow undRakow im Arnswalder Kreise, und von Birkholz, Wuhrow u. s. w., imDramburger Kreise auf, während sie früher die Herrschaften Drain-burg und Arnswalde besessen haben. In Ostpretissen erwarben Die v.d. G. ebenfalls mehrere Güter, von denen sich jetzt noch zwei Liniender Grafen v. d. G. nennen. In Westprenssen waren sie schon , wiewir oben gesehen haben, ansehnlich begütert, als diese Provinz an dieKrone l'reussen liel, namentlich waren sie damals ,Starosten von Tu-cliel. In Pommern hatte der weiter unten erwähnte sächsische Feld-marschall Joachim Rüdiger, Freiherr v. d. G , die Güter Barsin undBarwin von den Massows, Quakenburg von den Zitzwitz, und Wobeser,Trebblin und Neuendorf von den Puttkammer, und Pöppel von Denenv. Briinow erkauft. Sehr zahlreich sind die Mitglieder dieses Ge-schlechtes, die sich in preussischen Diensten, sowohl in der Admini-stration, wie im Heere hohe Verdienste erworben haben. — In derArmee haben sich folgende Mitglieder dieses Hauses besonders aus-gezeichnet :
Joachim Rüdiger, Freiherr v. d. G., aus dem Hause Clausdorf.Er stand früher in französischen Diensten, und wurde von dem dama-ligen König Ludwig XIV. nebst seinen Nachkommen in den Freiherrn-stand erhoben, auch sein Wappen mit drei Lilien vermehrt. Im Jahre1654 trat er als Oberst in brandenburgische Dienste, in denen er zurWürde eines Generals von der Infanterie und Chefs eines Begimentszu Fuss gelangte; auch wurde er im Jahre 1061 Gouverneur vonBerlin. Er trat 1665 in dänische Dienste, und 1680 in die des Kur-fürston Johann Georg von Sachsen, der ihn zum Generalfeldmarschallund wirklichen Geheimen Kriegsrath, wie auch Obristen zu Boss undzu Fuss bestellte. Er starb 60 Jahr alt im Monat September des Jah-res 1683, nachdem er Wien tapfer gegen die Türken vertheidigen ge-holfen, und der Schlacht vom 2. Septbr. 1683 ehrenvoll beigewohnthatte. Er war nur kurze Zeit mit einer Wittwe v. Canitz , gebornenv. Burgsdorf, der Mutter des berühmten Dichters v. Canitz, verheira-thet, ohne Kinder mit ihr zu haben, und hinterliess eine grosse An-zahl Güter, die wir oben zum Theil angegeben haben. Von ihnen ka-men Bartin und Barwin wieder an die v. Massow zurück.
Heinrich, Freiherr v. d. G., ein Vetter des Vorigen, starb als kö-nigl. preuss. Generalmajor von der Infanterie am 2. Juli 1725 zu Claus-dorf nach einem vielbewegten Leben, mannichfaltigen Schicksalen undAbenteuern. Er hatte bei den Jesuiten studirt, und bei den Fran-zosen und Holländern gedient. König August von Polen bot ihm 1702ein Infanterie-Regiment an, aber Friedrich I. nahm ihn als General-major in seine Dienste, iiberliess ihn jedoch bald darauf der freienStadt Danzig als Commandanten. Einige Jahre später wurde er pol-nischer Generallieutenant, doch schon wenige Monate darauf trat erals General-Feldmarschall-Lieutenant in das Heer des russischenCzaar Peter I. ein. Er focht gegen die Schweden und befehligte inder Schlacht von Mohilew, schlug sodann den Starosten Bobrynski undverfolgte die Feinde bis nach Ungarn. Trotz dieser Russland gelei-steten Dienste liel er doch im Jahre 1710 in die Ungnade des Czaars,