Goltz.
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und wurde als Gefangener nacli Moskau abgeführt. Hier wusste ersich bald in Freiheit zu setzen, der Czaar söhnte sich wieder mit ihmaus und schickte ihn 1712 als Gesandten nach Constantinopel. Alsbald darauf der Krieg zwischen Kussland und der Pforte ausbrach,wurde er wieder in Constantinopel ins Gefängniss gesetzt, aber nacheinigen Monaten losgelassen. Er zog sich, solcher Abenteuer satt,nach Clausdorf in Ostpreussen zurück, wo er au dem oben erwähntenTage starb. Eine Lebensbeschreibung, wie auch das Rildniss diesesMannes, steht in der europäischen Fama, Th. 98. S. 150.
Christoph Heinrich v. d. G. starb als königl. preuss. Generallieu-tenant, Chef eines Regiments zu Fuss, Commandant zu Magdeburg,Droste zu Rheinsberg und Ritter des schwarzen Adlerordens, am 8.April 1739. Auch er besass bedeutende Güter, sie lielen aber, da erkeine Kinder aus seiner Ehe mit Elisabeth Juliane v. Ronin hinterliess,als eröifncte Lehne an die Krone zurück.
Gcorij Conrad, Freiherr v. d. G., königl. preuss. Generalmajor,Chef des Gensdarmen - Regiments, General-Kriegs-Coinmissarius,Amtshauptmann zu Cottbus, Peitz und Aschersleben, Ritter des Jo-hanniter- und des Ordens pour le merite, designirter Comthur aufLagow, Erbherr auf Kuttlau, Neukranz, Mellentin u. s. w., starb den4. August 1747 zu Rellin. Seine Talente und inilitairischen Eigen-schaften, namentlich sein bei mehreren Gelegenheiten bewiesener Hel-denmuth, den er besonders im Sturme auf Glogau in der Schlachtvom 8. bis 9. März 1711 darlegte, hatten ihm die besondere GnadeFriedrichs des Grossen verschafft. Er setzte ihm zu Ehren eine be-sondere Lobrede auf, welche in der Versammlung der Academie derWissenschaften, deren Mitglied der General gewesen war, abgelesenwurde, und alle Olliziere seines Regiments mussten einen Flor umden Arm tragen. Ein Stabsoffizier, der sich dieses zu tliun weigerte,wurde sogleich cassirt. Er hatte mit Charlotte Wilhelmine v. Gräve-nitz drei Söhne und drei Töchter erzeugt.
Balthasar Friedrich, Freiherr v. d. G., fand als Oberst und Com-mandeur des Regiments v. Fourpiet am (j. Mai 1757 in der Schlachtbei Prag, bei dem Angriffe der Höhen von böhmisch Rrod, seinenTod. Er war mit einer Tochter des sächsischen Cabinets-MinistersGrafen v. Mantenffel vermählt.
Karl Christoph, Freiherr v. d. G., königl. preuss. Generallieute-nant von der Infanterie, Chef eines Regiments zu Fuss, Ritter desschwarzen Adlerordens und des Ordens pour le merite, Commandantzu Frankfurt a. d. O., Herr auf Küssow, Ratzowsfelde u. s. w., starbam 30. Juni 1761 zu Zerbow, einem Dorfe an der scldesischen Grenze.Elr hinterliess von seiner Gemahlin, Margarethe v. Rurgsdorf, einezahlreiche Nachkommenschaft.
Wilhelm Heinrich, Freiherr v. d. G., königl. preuss. Generallieu-tenant, Chef eines Infanterieregiments und Ritter des in der Schlachtbei Rossbach erworbenen Ordens pour le merite, auch Erbherr aufSchöningen, starb am 28. August 1789 zu Stettin im 69 Lebensjahreund nach 54jähriger Dienstzeit. Er war mit Auguste Sophie v. Dache-röden, einer Tochter des Präsidenten dieses Namens, vermählt, hataber keine Kinder von ihr hinterlassen.
Johann Wilhelm, Graf v. d. G., dessen wir schon oben bei Ge-legenheit der Erhebung in den Grafenstand erwähnt haben, war königl.preuss. General und Chef eines Husarenregiments, auch Ritter desVerdienstordens. Er starb am 13. August 1793 zu Tournay in Flan-dern an den in dem Gefechte bei Rouvines erhaltenen Wunden. SeinRegiment erhielt der Oberst und nachmalige Feldmarschall Blücher.