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Goltstein.
art bald Goldstein, Goldenstein, Goltstein und Golslyn geschriebenfindet, stammt ans dem alten Geschlechte der Freiherren v. Zwoleund Goldstein (auch Swole und Stwole) in Mähren, von welchem auchein Zweig sich in das Herzogthum Kärnthen wendete, und daselbstunweit Ketschach das Schloss Goldenstein bauete. Von der mähri-schen Hauptlinie war schon im Jahr 1305 Matthias Swolshii des Mark-grafthums Mähren Hof- Ollizier. Das eine Stammhaus Zwola kamtheils durch Vermächtniss des Peter v. Zwole oder Swolsky 1488, theilsspäter durch Verkauf der übrigen Theile durch Czenko v. Zwole aus denHänden der Familie, so wie auch das zweite Stammgut Goldensteiii,eine zwischen Altstadt und Ullersdorf in Mähren gelegene Gebirgsherr-schaft, bereits 1540 an die v. Zierotin, und in neuern Zeiten an diefürstl. Liechtensteinsche Familie käullich überging. Noch im Jahre1683 besassen die Freiherren v. Zwole und Goltstein Deutsch-Jasniszund Gross-Petrowitz in Mähren. Das alte Stammwappen derselbenist ein gevierter Schild. Im Isten und 4ten goldenen Felde ein schwar-zer Querbalken mit einer goldenen Lilie belegt, und in der obern gol-denen Abtheilung eine schwarze Lilie. Das Ute und 3te Feld ist sie-benmal von Silber und rotll schräg links balkenweise getheilt. Als je-doch die früheren Religions-Verfolgungen und der l'arteigeist ihrefurchtbare Geissei auch über diese Provinzen schwangen, so trenntensich zwei Linien mit Veränderung des Namens und Wappens. Dieeine wendete sich nach Polen, wo sie den Nainen Stwolinsky undGoldstein führten, sich daselbst wegen Verwandtschaft dem ausgebrei-teten Geschlechte Swinka anschlössen und auch deren Wappen (einenwilden Schweinskopf) annahmen. Die andere Linie wendete sich nachden Rheinprovinzen und Holland, von da sich ein Zweig in Frankenniederliess. Sie erwarben nach und nach im Herzogthume Jülich, in denNiederlanden und dem Fiirstenthume Anspach bedeutende Güter, als:Dalborn, Müggenhausen, Wersheim, Breyel, Schlenacken, Ulmen,Bremacken oder Brymacken, Niederemt, Crüchtingen, Müllendorp, Al-dencanenburg (oder Oldenlawenburg), Kyrdorp, Blirich, Oppendorf,Branzenburg, zu der Parck, Blackengut, in dem Damm, Gr. Appel,Grunsvoort, Drimborn, Frenzen, Merotgen, Doorn, Rynow (Ober-meyersheim, Pllaunfeld im Anspachschen) u. s. w. Aus dieser Brancheerhob Kaiser Leopold I. d. d. Wien den 8. Februar 1694 die Gebrü-der Franz Gerard und Heinrich Theohaid, Freiherren von Goltstein,in den Reichsgrafenstand. Nach dem Diplom ist das Wappen ein blauesSchild, in welchem vier goldene Querbalken. Auf dem gekröntenHelme zwei gemündete Büifelhörner, wie das Schild gezeichnet, zwi-schen solchen ein rother Adler mit ausgebreiteten Flügeln und Klauen.Helmdecken blau und golden. Zwei lilephanten von natürlicher Farbe alsSchildhalter. Im Widerspruche mit dem Diplom findet man jedoch fol-gende Abweichungen im Wappen: Z. B. führen die rheinländischen Li-nien auch ein achtmal quer getheiltes Schild von Gold und blau,u. s.w. Die holländischen ebenfalls, jedoch von blau und Gold acht-mal quer getheilt, auch vier goldene Querbalken im blauen Schilde(wie das gräliiche Diplom ergiebt), ferner fünf goldene Querbalken imblauen Schilde. Die burgundischen im blauen Schilde drei goldeneQuerbalken. Die im Herzogthuine Crain sechsmal qner getheilt, dieFarben giebt Valvasor nicht an. Ganz irrig zeigt jedoch Siebmacherin seinen Supplementen, und Tyroif in seinem Wappenwerke einzehnmal quer von Silber und blau getheiltes Schild. In folgenden Wer-ken findet man Nachrichten über dieses Geschlecht und dessen Wap-pen: Pfeiffer, Schauplatz des alten Adels von Mähren, pag. 263. Ili-stoire abrege d'Utrecht, Supplem. pag. 8. 17. 46. v. Steinen, westphä-lische Geschichte, pars III. pag. 636 — 651. Gaulle, Adels-Lexicon,