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Goldstein - Berge.
Wappen Derer v. Golditz. Sie fahrten im goldenen Schilde ein schwar-zes Jägerhorn mit Beschlägen am rothen Bande. (Cornn venatoriumnigram armillatum et ligatum cocco in parma aurea.) Auf dem ge-klönten Helme zwei Büsche Straassfedern, der vordere aus drei gol-denen, der hintere aus drei schwarzen Straassfedern bestehend. DieHelmdecken schwarz und golden. M. s. scldes. Curiositiiten, 1. Bd.S. 4X0.
Goldstein-Bcrge, die Freiherren von.
Dieses abwechselnd in Sachsen und Preussen ansässig gewesenealte Geschlecht erkennt als Ahnherrn Hans v. Goldsteia, welcher im14. Jahrhunderte bischöll. würzburg. und herzogl. fränkischer Hofmar-schall war, und mit einer Kellerin v. Strandeck sich vermählt hatte.Zar evangelisch-lutherischen Lehre sich bekennend, trennte sich die-ser Zweig von den rheinländischen Grafen und Freiherren v. Goltstein,begab sich nach Franken und von da nach Sachsen und Preussen, woer mehrere Besitzungen erwarb. Als jedoch Karl Gottlob, künigl. pol-nischer und kurfiirstl. sächsischer Kammerherr, mit seiner Gemahlin,Einer von Bibra, ohne Leibeserben blieb, so nahm er laut königl. Be-stätigungs-Urkunde d. d. Dresden den 5. Seplbr. 17(jl den jüngstenSohn des Landjägermeisters v. Boeltzig in Merseburg (eints der älte-sten sächsischen Geschlechter), Karl Wilhelm, an Sohnes Statt an,mit der Bedingung, Namen und Wappen der Goldsleine zu fahren.Dieser Adoptivsohn vermählte sich mit Henriette von Kutschenbach,aus dem Hause Kaimberg bei Gera, und wurde Vater mehrerer Söhne.Jedoch nur dessen zweiter Sohn, Karl Maximilian Friedrich, geborenzu Gera den 31. Juli 1780, vermählt mit Henriette v.Berge, ans demHause Lugk in der Niederiaasitz, hat Nachkommen in drei Söhnenund drei Töchtern, von welchen der älteste, Karl Gustav, Lieutenantim 25sten Infanterie-Regiment zu Cöln am Rhein, und Karl Bruno,Portd'epee-Fähnrich im 35. Infanterie - Regiment zu Mainz ist. Dieälteste Tochter, Ida, geschiedene Doctor Gilli, ist mit Arved, Baronvon Linsingen, Erbherrn auf Viatrow bei Stolpe in Pommern, ver-mählt. — Als der Major v. Berge im künigl. sächsischen Uldanen-Regimente, Inhaber des sächsischen St. Heinrichordens, so wie auchdes der französischen Ehrenlegion, als Letzter der Branche von Bergeaus dem Hause Lugk und Schwager des genannten Karl MaximilianFriedrich, vor Cassel in Flandern blieb, gestattete Se. Majestät derKönig Friedrich Wilhelm III. dem genannten Freiherrn v. Goldstein,laut Cabinetsordre und Diplom d. d. Berlin den 24. Mai 1823, denNamen von Berge mitfahren zu dürfen. — Diese Linie der Freiher-ren von Goldstein-Berge fahrt nun ein geviertes Schild mit Mittel-schild. Zwischen den beiden unteren Feldern ist eine aufsteigendeSpitze eingeschoben. Im Isten und 4ten Felde ein kleines silbernesSchild, mit goldenem sechsspitzigen Stern belegt, von drei silbernenLilien dergestalt begleitet, dass aas jedem Oberwinkel eine gegen dieMitte des Schildes schräg gestürzt, die dritte aber unten im Schildeaufrecht steht. (Dieses ist das Wappen, welches die Familie nach derTrennung von der rheinländischen annahm, und zur Erinnerung andie gemeinschaftliche Abstammung aus dem mährischen GeschlechteZwole, die Lilien im Wappen behielt.) Im 2ten und 3ten rothen Felde,ein schräg rechts aufwärts Biegender silberner Fisch (das Wappen deralten sächsischen Familie v. Böltzig). Die zwischen dem unteren 3tenund 4ten Felde aufsteigende Spitze ist mitten quer getheilt, das un-tere blaue Feld ohne Bild und im obern silbernen Felde ein wachsen-