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Görzke.
der Unterhandlungen wegen des grossen Friedenswerks mit Frankreich,auf dem Congresse zu Ilastadt, desgleichen 1802 die thätige Mitwir-kung in der Eigenschaft eines bevollmächtigten ersten Subdelegatenbei dem für Deutschland in Ansehung des Kntschädignngswesens höchstwichtigen Reichs-Deputations-Abschlusses, bezeichnen eben so dieVerdienste dieses Staatsmannes, wie das Vertrauen des Monarchen,der ihm diese wichtige Stellung anwies. Er bekleidete dieselbe biszur Auflösung des heiligen römischen Reiches. Er starb im Jahre1821 zu Regensburg. Als Schriftsteller hat er durch seine „Denk-würdigkeiten" und andere Werke ein ausgezeichnetes Talent bewährt.Seine Tochter, Louise Karoline, hatte sich am 12. März 1704 mitHans Freiherrn von Labes vermählt, der den Namen seines Schwie-gervaters und dessen Wappen annahm; er starb als Graf von Schlitzum 25. Juli 1831, und hat nur eine Tochter hinterlassen, derenGemahl, ein Graf Rassewitz, wieder den Namen Schlitz dem sei-nigen beigefügt hat. — Derselben Familie hat auch der FreiherrGeorg Heinrich v. Görz angehört, der zuerst als Geheimer Rath undHofmarschall im Dienste des Herzogs Christian August von Holsteinstand, von König Karl XU. aber nach Stockholm gezogen uml da-selbst mit hohen Staatswürden bekleidet wurde. Zuletzt stand er ander Spitze der Staats-Verwaltung. Er war unausgesetzt bemüht, demKönigreiche Schweden alle erdenklichen HiilfsqueJJen zu öll'nen, umdurch Fortsetzung des Krieges einen vortheilhaften Frieden herbeizu-führen. Karl's Tod vor Friedrichshall änderte sein Schicksal auf einefürchterliche Weise. Er wurde verhaftet, nach einem kurzen Pro-zess aller Würden verlustig erklärt, und am 28. Februar 1710 ent-hauptet. Mors regig, iides in regem est mors mea, lautete die Grab-schrift, die er sich wenige Augenblicke vor seiner Hinrichtung aufge-setzt hatte. Er starb mit der Standhaftigkeit, die er in seinem Lebenkeinen Augenblick verläugnet hatte. — Von der adeligen Familie v. G.Ilaben zu verschiedenen Zeiten viele Mitglieder im preuss, Heere ge-dient. Im Jahre 1813 starb der Obrist und Reinonte-Inspecteur v. G.,der früher als Major in dem Regimente v. Plötz gestanden hatte. —In Oberschlesien ist diese Familie begütert, namentlich besitzt derLieutenant und Kreisdeputirte v. G. das Gut Godow im Kreise Rybnik.Knrl v. Görz, Prem. -Lieut. im 11. Infant.-Reg , ist mit Einer vonRlacha aus dem Hause Thüle vermählt. In Gross-Glogau lebt der Ju-stizrath und Landschafts - Syndicus v. G. — Das gräflich v. Görz-Schtitzsche Wappen ist nach dem genealog. - histor.-statist. Almanach,8ter Jahrgang, S. 266, quadrirt und mit einem Herzschildlein versehen.Das Hauptschild zeigt im lsten und 4ten Quartiere einen silbernenRost in Roth, das 3te und 4te Quartier ist getheilt. Ein jedes enthältrechts drei silberne Poeale in Gold, links zwei silberne Monde in Blau.Im Herzschildlein aber sind die zwei rothen schrägrechten Sparrender v. G. in Silber. Auf den drei Helmen wiederholen sich die dreiangegebenen Bilder. Siebmacher giebt das v. G. Wappen, I. S. 142,unter den hessischen. Hier sind die Sparren blau. M. s. auch überdiese Familie llattstein, III. S. 459 — 404. Tyröff, 110. Schannat,Client. Fuld. p. 152. Hund, S. 71 — 82. v. Meding beschreibt dasWappen der v. Görz, I. No. 279.
Görzke, die Herren von.
Eins der ältesten adeligen Geschlechter im Herzogthume Magdeburgund in der Mark Brandenburg. Ein Walther v. G. kommt um dasJahr 1378 vor, im Jahre 1450 war Heinrich v. G. Abt des Stiftes Cor-