Görsclicn — Görz.
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Gorner oder Görner als ein besonderes adeliges Geschlecht aufgeführthat, doch liegt Gorau, das heutige Guhren, hei Steinau, und Henelius([>. 772) zählt eine Familie v. Görner unter den Adel des BreslauerFürstenthumes. Kiner v. Görner war um das Julir 1690 kaiserlicherOherliscal in Schlesien.
Görsclicn, die Herren von.
Eine aus Sachsen, namentlich aus Thüringen, stammende adeligeFamilie, aus der verschiedene Mitglieder in preuss. Diensten gestan-den haben. — In dem 3. Musrpietierbataillon des Regiments v. AVin-ning, das zu Bernau garnisonirte, stand 1806 ein Major v. Görschen,welcher im Jahre 1809 gestorben ist. — Ausserdem dienten damalsmehrere Subalternofliziere dieses Namens in der Armee. Gegenwärtigsteht ein Capitain v. G. im 24. Infanterieregimente. Er ist Kitter deseisernen Kreuzes (erworben bei Serres). — Bei der Regierung zuAachen ist einer v. G. als Rath angestellt. — Die v. G. führen imblauen Schilde und auf dein Helme einen goldenen Schlüssel.
Görz ( tz), die Grafen und Herren von.
Aus dem alten berühmten Hause Giirz, von Schlitz, genannt Giirz,aus Franken, welches schon im 9. Jahrhunderte die an der Fulda be-legene unmittelbare Reichsherrschaft Schlitz erwarb, und aus welchemder Uurbraunschweigsche Staatsminister Freiherr Friedrich Wilhelmv. G. im Jahre 1726 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, sindzwei Brüder zu hohen Ehrenstellen in der preussischen Monarchie ge-langt. Der ältere, Karl Friedrich Adam, Graf v. Schlitz, genanntGötz, geboren am 21. Decbr. 1733, machte in braunschweigschen Dien-sten, zum Theil an der Seite des Herzogs Ferdinand von Braun-schweig, die Feldzüge des siebenjährigen Krieges mit. Im Jahre 1779trat er in die preussische Armee ein und wurde von Friedrich demGrossen zweimal als Gesandter nach Petersburg, und einmal nach Cas-sel geschickt, auch begleitete er den Kronprinzen, nachmaligen Ivö-nig Friedrich Wilhelm II., auf der Reise nach Petersburg, und wurde1786 zum Generallieutenant von der Cavallerie ernannt. Er war Chefdes Kürassier-Regiments, welches der berühmte Seidlitz einst befeh-ligt hatte, und starb im Jahre 1797 zu Ohlau in Schlesien. Er warmit einer Tochter des Grafen Eberhard Christoph v. Knuth vermählt,die am 30. April 1812 zu Namslau verstorben ist, aus welcher Ehe einSohn und zwei Töchter ihn überlebten. — Der jüngere, Juliann Eu-stachius v. Schlitz, genannt Garz* geboren am 5. April 1737, war Ge-heimer Rath und Oberhofmeister des Herzogs von Sachsen - Weimar,und trat im Jahre 1778 als wirklicher Geheimer Staatsminister undgrand maltre de la garderobe in die Dienste König Friedrichs II. EinJahr später wurde er als ausserordentlicher Gesandter und bevollmäch-tigter Minister bei dem russisch kaiserl. Hofe beglaubigt. Im Jahre1785 von Petersburg zurückberufen, ward er zuerst zu einer ausser-ordentlichen Sendung an die Generalstaaten gehraucht, sodann über-nahm er 17S8 den wichtigen Posten eines künigl. preuss. kurfürstl.brandenburgischen Comitial-Gesandten zu Regensburg. Im Jahre 1790erhielt er den grossen schwarzen Adlerorden und ward in demselbenJahre zur Kaiserwahl Leopold II., wie auch im Jahre 1792 zu der desKaisers Franz II. nach Frankfurt am Main, als zweiter königl. Wahl-botschafter gesandt. Die Erfüllung mehrerer ihm gewordener wichti-ger Aufträge, seine überall mit grosser Klugheit geführten politischenNegociationen überhaupt, besonders aber im Jahre 1797 die Mitführung