Göcking — Görlitz.
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Infanterieregiments auf (lein Felde der Elire. — August v. G. standals Lieutenant im 24. Infanterieregimente, und befand sicli in derneuesten Zeit in den Diensten des spanischen Infanten und Kronprä-tendenten Don Carlos in Spanien.
Göcking (gk), die Herren von.
Der König Friedrich II. erhob am 2. Decbr. 1708 den damaligenRittmeister im Bellingschen Ilusarenregimente, Sigismund EberhardFriedrich Gunther v. Göcking, in den Adelstand. Er war im StädtchenGriiningen bei Ilaiberstadt 1738 geboren und starb als General vonder Cavallerie, nachdem er als Generallieutenant und Bitter des reihenAdlerordens mehrere Jahre hindurch der Chef dos ehemals v. Zieten-schen Ilusarenregiments gewesen war. Der berühmte Dichter EeopoldFriedrich Günther v. G. war ebenfalls aus dieser Familie, er wurde1748 zu Griiningen geboren, 1780 Kriegs- und Domainenrath, 1703geheim. Finanzrath. In den Adelstand erhob ihn Konig Friedrich Wil-helm II. im Jahre 1787, er schrieb sich von da an v. Göcking-Daldorf-Giinthersdorf. Sein Tod erfolgte im Winter von 18:-|. Seine Gedichtesind in Frankfurt 1780 — 85 in 3 Bänden, und 1818 in einer neuenvermehrten Ausgabe 4 Bände stark, erschienen. Welterfahrung, einreiner biederer Sinn, verbunden mit Zartheit und Empfindung, sprechensich in seinen Liedern, Sinngedichten und Episteln aus. Briiggemannführt Die v. G. auch unter dem Adel in Bommern an, und zwar alsauf der Vasallentafel stehend, daher sie in jener Provinz begütertgewesen sein müssen, während sie in der Gegenwart nicht mehr un-ter dem ansässigen Adel der Provinz vorkommen. Ein Sohn des Ge-nerals stand in dem Dragonerregiment v. Wobeser, und starb im Jahre1825 als Kittmeister im 3. Bataillon des 17. Landwehrregiments zuGeldern. — Ein anderer v. G- stand als Rittmeister in dein RegimentGarde du Corps und wurde im Jahre 1808 als Major verabschiedet.Ein Enkel des Generals und Sohn des im Jahre 1825 verstorbenenRittmeisters steht im Civildienste, und ist zugleich Lieutenant im 3.Bataillon des 17. Landwehrregiments. Die Herren v. G. führen iingrünen Schilde eine silberne Säule zwischen zwei silbernen Sternen.Auf dem Helme steht der Stern zwischen zwei eisernen Sicheln.
Görlitz, die Grafen und Herren von.
Diese Familie, die einst in Schlesien sehr ausgebreitet war, ist beiuns fast gänzlich erloschen, während ein Zweig, der sich aus Schle-sien nach Wiirteinberg gewendet hat, daselbst zur gräflichen Würdegelangt ist. Sie hatten namentlich im Crossenschen und GlogauschenBesitzungen. In Schlesien war noch in neuester Zeit Ernst v. G., derSohn des Obersten v. G. und einer geborenen v. Prittwitz, der zuletztals Rittmeister im 9. schlesischen Landwehrcavällerieregimente gedienthatte, und der mit einer v. Pertkenau vermählt war, Besitzer ansehn-licher Güter bei Jauer und Kanth, und Ritter des preuss. Johanniter-ordens. Seine Güter sind aber in Concurs verfallen, und er selbsthat sich nach Sachsen begeben. Die gräfliche Linie in Wiirteinbergund im Grossherzogthume Hessen, die am 1. Januar 1806 in den Gra-fenstaud erhoben wurde, steht ebenfalls gegenwärtig nur auf zwei Au-gen, denn der Sohn des Grafen Ernst Eugen, der am 12. März 1830als Obersthofmeister der verwittw.eten Königin von Wiirteinberg starb,Graf Friedrich Wilhelm Emst v. G., grossherzogl. hessischer Ceremo-