Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
246
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Goddentow — Gübcn.

Von den Töchtern ist Hedwig, Gräfin v. G., mit (lein fconigl. preuss.Major, Grafen Friedrich Wilhelm v. ßriihl, vermählt. Ottilie undEmilie, Gräfinnen v. G., sind unvermälilt.

Das dem Feldmarschall in Schlesien ungehörige, gegen das vonseiner Gemahlin besessene Gut Mittel-Kauü'ungen, von einem Grafenv. Kalkreuth eingetauschte und durch Gebäude und Anlagen sehr ver-schönerte Erdmannsdorf ist gegenwärtig das Eigenthum Sr. Maj. desKönigs, dagegen ist Sommerschenburg in dem Verhältnisse eines Fidei-commisses das Eigenthum der Familie.

Das Wappen der Grafen v. G. ist quadrirt und mit einem ITerz-schildchen versehen. Das 1. u. 4. silberne Feld zeigt den schwarzenpreuss. Adler, das 2. und 3. goldene Feld ist mit dem vom Lorbeer-kranze umwundenen Feldherrnschwerte belegt. Das Herzschild zeigt diedrei Neydhardtschen Kleeblätter in Silber, und ist mit der InschriftColberg versehen. Das Hauptschild ist mit einer neunperligen Kronebedeckt. Sie trägt drei gekrönte Helme; auf dem ersten rechts stehtder schwarze Adler, auf dem mittelsten ein schwarzer Adlerfliigel, undauf dem dritten das Schwert mit dem Lorbeerkranze. Zu Schildhal-tern sind ein Greif und ein Adler gewählt, und unter dem Wappen istder schöne Wahlspruch : „fortiter, fideliter, feliciter" angebracht. M. s.Pantheon des preuss. Heeres von (lein Freiherrn v. Zedlitz, Bd. II.S. 108 u. f., und Nekrolog der Deutschen, Jahrgang 1831.

Goddentow, die Herren von.

Sie gehören zu den alten vornehmen Geschlechtern in Pommern,auch haben sich Zweige nach Preussen gewendet. In Pommern sindNopenow (?) und Drewen (?), wie v. GundÜng, Anh. S. 44, anführt,ihre Güter gewesen. Diese Ortschaften heissen aber Koppenow undZdrewen, sie liegen 1-V Meile nördlich von Lauenburg, und kamenschon in der Mitte des 18. Jahrhunderts an die Familie von Hexin.Aber auch das in derselben Landschaft gelegene Labun gehörte ihnen.In der Armee standen mehrere Offiziere dieses Namens. Ein Majorv. Goddentow (lliow) stand früher im Regiment Graf v. Kunheim inBerlin, und war zuletzt im 2. Bataillon des 4. Landwehrregiments. Erträgt das in der Schlacht bei Ligny erworbene eiserne Kreuz I. Classe.Ein Capitain v. G. erhielt für die Schlacht bei Leipzig das eiserneKreuz II. Classe. Das v. Goddentowsche Wappen zeigt in dem derLänge nach gespaltenen rechts rothen und links blauen Felde hierdrei rothe Balken, dort einen Falken auf grünem Aste sitzend. Dergekrönte Helm ist mit drei Straussfedern geschmückt, v. Brüggemannbeschreibt dieses Wappen im XI. Hptstck.j v. Meiling, III. No. 228.Micrälius giebt Nachrichten über das Geschlecht der GoddentowerS. 487.

Göbeii, die Herren von.

Die adelige Familie v. Göben gehört eigentlich dem KönigreicheHannover an. Schon am Ende des 10. Jahrhunderts waren Mitgliederdieses Geschlechtes nach Schlesien gekommen. — Um das Jahr 1599war Augustin v. Göben und Altwerda Kammerrath und Hofmarschalldes Herzogs Joachim Friedrich zu Brieg. — Es haben auch mehrereOffiziere dieses Namens im preuss. Heere gedient. Einer v. G. standbis zum Jahre 1806 als Premier-Lieutenant in dem Regimente vacantv. Grävenitz zu Glogau, und blieb im Jahre 1813 als Capitain des 18.