Gucisciiau.
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Ertheilung einer Dotation aus der Herrschaft Soinmerschenburg beiMagdeburg. Nach der Schlacht bei Belle Alliance gab Se. Majestätdem General v. G. den Stern des schwarzen Adlerordens, welcher indem vom Kaiser Napoleon verlassenen Wagen gefunden worden war.Noch im Jahre 181b wurde der Graf v. G. conunandirender Generalin den liheinprovinzen, er zog sich jedoch schon ein Jahr später aufseine Güter nach Schlesien zurück. Im Frühjahre 1818 aber trat erzum Mitglied und zum Director zweier Sectionen im Staatsrath er-nannt, wieder ins öffentliche Leben. Bald darauf mit dem hohen Do-sten eines Gouverneurs der Haupt- und Residenzstadt bekleidet, legteer nach einigen Jahren denselben mit Beibehaltung der damit verbun-denen Ehren und Titel nieder. Am 18. Juni 1855, am Jahrestage derSchlacht von Belle Alliance, verlieh ihm Se. Maj. der König die höch-ste militairische Würde. Er war der 4bsle Feldherr, der im wirklichenDienste den Feldmarschallstab in der brandenburg-preussischen Armeeerhielt. Als im Winter 18|4 die Unruhen in Bolen ausgebrochen wa-ren, und sich überhaupt der politische Horizont für den Augenblick ge-trübt hatte, dem zufolge mehrere Armeecorps zusammengezogen wur-den, erhielt der Feldmarschall den Oberbefehl über die vier östlichenArmeecorps. Er nahm sein Hauptquartier in der Stadt Posen. Hierwurde er am 23. Aug. von einer der Cholera ähnlichen Krankheit ergriffenund schon unter den Vorboten derselben endete ein schlagartiger Zufallsein thatenreiches Leben. Vollkommen seinen hohen Werth würdigend,sagt der Verfasser des Pantheons des preuss. Heeres: „Niemals hatman den Feldmarschall auf dem Schlachtfelde um eine Maassregel ver-legen gesehen, sein klarer Geist fand bald ein Mittel, und seine Thä-tigkejt und Unerschrockenheit die Anwendung desselben. Aber nichtblos die Eigenschaften eines Feldherrn waren ihm von der Vorsichtzugetheitt, er 1 esass auch in der höheren Administration und in derLeitung der verschiedenartigsten Angelegenheiten, Einsichten und Ue-bung, die nur eine sehr moralische Kraft zu verschalten oder aufzu-weisen im Stande ist. Mit Einem Worte, er gehörte zu den seltenenMenschen, denen es möglich ist, jeden Standpunkt mit Ehren auszu-füllen. Nicht minder Verehrungswerth war sein Wirken und Schaffenin dem Kreise der Seinigen, er verband häusliche Tugenden, mit gros-ser Gastfreundschaft und wahrer Liebenswürdigkeit im geselligen Le-ben. Diese Eigenschaften begleiteten ihn durch die verschiedenenPerioden seines Lebens. Weder sqjn Geist noch sein Körper verkün-deten sein schon hohes Alter, und ein frisches Herz und kräftigesAeussere blieben ihm bis zum Eintritt seiner kurzen tödtlichen Krank-heit. Das Andenken an ihn und seinen "Werth ist eng verflochten indie wichtigsten Perioden der neuesten Geschichte der preuss. Monar-chie, und sein Name wird bis in die späteste Zeit genannt und aufbe-wahrt bleiben unter den vereintesten Feldherren in unserem Heere."Der Verewigte hatte sich im Jahre 1798 mit Karoline, Freyin v. ICott-witz, aus dem Hause Kauffungen, vermählt. Sie starb, ihren Gemahlnur kurze Zeit überlebend, zu Schmiedeberg in Schlesien am 7. Dec.1832. Aus dieser Ehe leben drei Sühne und drei Töchter.
1) Der älteste der Söhne, Graf August Neydhardt v. Gneisenau,künigl. preuss. Rittmeister a. ü. und Ritter des, in einem sehr jugend-lichen Alter in der Schlacht bei Bautzen erworbenen eisernen Kreuzes,ist Herr von Sommerschenburg im Magdeburgischen.
2) Hugo, Graf v. G., ist künigl. preuss. Lieutenant im 5. Uhlanen-regiment.
3) Bruno, Graf v. G., ist Lieutenant in der 2. Jägerabtheilung,und seit dem Monat Mai l83(j mit einer Freyin Klot v. Trautvettervermählt.