Giieisenau.
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Infanterieregimente, erwarb sich bei Belle Alliance das eiserne Kreuz,wurde im Jahre 181G Major bei der 2. westpreussischen Provinzial-Invalidencompagnie, und lebt gegenwärtig im Pensionsstande.
Gneisen au, die Grafen von.
Die Familie, aus welcher der berühmte Feldmarschall dieses Na-mens, welcher der Stifter des gräil. Hauses ist, abstammt, heisst eigent-lich Neydhard auch Neidthard, Neidhart und Neidtharten. Sie gehörtzu dem älteren österreichischen, fränkischen und schwäbischen Adel,und das gleichnamige Schloss in der Gegend von Linz in Oberöster-reich wird als das Stammhaus des Geschlechtes angenommen. Schonfrühzeitig zerfiel der Hauptstamm in mehrere Aeste, von denen derder Neidthard von Spätenprunn oder Spatenbrun und der von Gneise-naii oft in der Geschichte des Landes ob der Kns und auch in der derStadt Ulm vorkommt, in welcher die schwäbischen Neidthard's zu denvornehmen Patriziergeschlechtern gehörten. Einzelne Zweige dieserFamilie sind mit dem Orden in die östlichen Länder, namentlich nachCurland und Liefland gekommen, und Nachkommen von ihnen beklei-den noch heute höhere Militairwiirden in der russischen Armee. DasKleeblatt in ihrem Wappen zeigt von der gleichen Abstammung mitden deutschen Familien dieses Namens.
Autjust, Graf Neidhart v. Gneisenan, wurde am 28. Octbr. f 7(S0geboren. Nach den uns von erster Hand zugekommenen Mittheilungensind die, in dem zu Ilmenau erscheinenden Nekrolog der Deutschen,Jahrgang 1831, den berühmten Verstorbenen betreffenden Nachrichtenin Beziehung auf seine Jugendgeschichte, die auch in andere Werke undnamentlich in das Pantheon des preuss. Heeres, übergegangen sind,ungegründet. Es ist auch der Familie nichts davon bekannt, dass derVater des Feldmarschalles, der später künigl. Bauinspector war, früherals Hauptmann in k. k. österreichischen Diensten gestanden hat. Au-gust v. G. trat, nachdem er in anspachschen Diensten den Feldzugin Amerika mitgemacht hatte, im Jahre 1785 in preuss. Dienste. Seinvorlheilhaftes Aeussere und seine verständige Art und Weise, wie erdie Fragen des grossen Monarchen beantwortete, verschafften ihm eineStelle in der künigl. Suite. Nach dem Tode Friedrich II. wurde v. G.in die Armee versetzt, und zwar erhielt er eine Stelle in der neu er-richteten scldesischen Füsilierbrigade. Im Jahre 1789 wurde er Capi-tain und machte den Feldzug in Polen in dieser Eigenschaft mit. Erwirkte beim Angriffe des bekannten befestigten Feidpostens Czensto-chau und bei dem des Lagers vor Skala mit, eben so befand er sichin dem Treffen bei Selce und dem Gefechte bei Bystri. Er kam fürseine Person eben vor Warschau an, als man sich zum Sturme derBatterien und Schanzen bei Pavonsk anschickte. Als der Zeitpunkteintrat, der Preussen durch die Ereignisse des Jahres 1806 und 1807schwere Wunden schlug, verliess das Bataillon v. Rabenau, in demder Hauptmann v. G. stand, Jauer, um ins Feld zu inarschiren. DemCorps der Avantgarde unter dem Prinzen Louis zngetheilt, bestand erdas unglückliche Gefecht bei Saalfeld, wo es grösstentheils aufgeriebenoder gefangen genommen wurde. Der Hauptmann v. G. folg te nach diesemunglücklichen Ereignisse der sich zurückziehenden Armee nach Magdeburgund von da seinem Könige nach Preussen. In Königsberg angelangt, warder zum Major befördert. Als die Nachrichten von dem schnellen Falleverschiedener preuss. Festungen eintrafen, wurden schleunigst Maass-regeln getroffen, die noch übrigen Waffenplätze und namentlich auchColberg zu erhalten; daher erhielt der Major v. G. Ordre, sich nach
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