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2 (1842) E - H
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Gleisscnbcrg.

seines treuen Dieners „Glaub jetzt" diesen zum Ritter schlug, her-rühren. So behauptet Lucä, p. 1753, und die Olsnograph. p. I. p. 746.Noch ungewiss ist es, welcher Kaiser oben gemeint ist; nach einigenAutoren soll es Karl IV. gewesen sein, nach anderen schon der böh-mische Ottokar. Mit der Tochter dieses Letzteren, der PrinzessinAnna, die an Heinrich den Frommen vermählt wurde, sollen die v. G.nach Schlesien und Polen gekommen sein. Sie besassen schon im 14.Jahrhunderte ansehnliche Güter in der Grafschaft Glaz, die sie imJahre 1,143 an den Erzbischof Ernst von Prag verkauften. Sie zerfie-len nach einem Bilde ihres Wappens in die Glaubitze mit der Bindeund in die ohne Binde, oder, wie sie sich selbst nannten, in die gebun-denen und ungebundenen. Zu den Ersteren gehörten Die v. G. ausdem Hause Altgabel im Glogauschen, und zu den Letzteren die ausdem Hause Brieg in demselben Fürstentluime. Zu dem Hause Altga-bel geborten die Linien zu Gross-Walditz und zu Gross-Krausche, zudem Hause Brieg aber die Linien Kuttlau, Banne, Dalkan, Langen-hermsdorf, Seppau u. s. w. Ausser diesen genannten Stammgüternbesassen sie noch in verschiedenen Theilen von Schlesien viel Grund-eigenthum, welches aber gegenwärtig alles in fremden Händen ist. Sowar namentlich auch Christoph Fi tos , Freiherr v. G., Besitzer desnachmaligen Städtchens Dyhrnfurt a. d. O. Er war, so wie sämmtli-che Freiherren v. G., aus dem Hause Brieg. Er selbst war am 13.April 1699 in diesen Stand erhoben worden. Von seinen Vettern wurdeJohann Georg am 26. Novbr. 1700, Balthasar Abraham, Christoph Fer-dinand und Karl Sigismund im Jahre 1723, und Franz Erdmann , sowie Caspar Friedrich , am 8. April 1736 in diesen Stand erhoben. —Georg Rudolph v. G., aus dem Hause Altgabel, gelangte zur Würdeeines königl. preuss. Generallieutenants und Ritters des Ordens pourlayencrosite. Er starb in einem sehr hohen Alter am 1. Oclbr. 1740 zuColbcrg. — Aus dem Hause Brieg war der Oberst v. G., der bis zumJ. 1806 in dem Dragonerregimente v. Voss als Major stand, und zuletztOberst und Brigadier der Landgensd'armerie war. — Ein Sohn vonihm, welcher sehr ehrenvoll die Feldzüge im Befreiungskampfe mitge-macht hatte, starb als Justizrath im blühenden Mannesalter zu Breslau.— Ebendaselbst starb ein Major a. 1)., Baron v. G., am 5. Nov. 1833.Derselbe hatte früher ansehnliche Güter besessen, und war erst imJahre 1807 in den Militärdienst zurückgetreten. — In der Gegenwartscheint diese einst so zahlreiche und sehr begüterte Familie bis aufwenige Mitglieder erloschen zu sein. — Das Wappen ist, wie wir obenerwähnt haben, zweifach. Das Haus Glaubitz-Altgabel führt im blauenSchilde einen nach der rechten Seite schwimmenden Karpfen mit ro-tlien Flossfedern. Bei dem Hause Brieg ist dieser Karpfen mit einemrothen Bande umwunden. Auf dem Helme zeigt sich dasselbe Bildbei beiden Häusern mit drei Straussfedern (roth, weiss, blau) ge-schmückt. Die Helmdecken sind weiss und blau. Christian Pfeili'erHat eine Geschichte des Geschlechtes der Glaubitze in der Händschriftvollendet. Berbin erwähnt es P. XXV1JI; Lucä in der scldesischenChronik an vielen Stellen; Sinap., i. S. 401 u. f., IL S. 235 u. f.;Gauhe, I. S. 503. Siebmacher giebt die Wappen beider Häuser, I.S. 67. v. Meding beschreibt sie, I. No. 273, II. S. 726, und III. S.827.

Gleissenljerg, die Herren von.

Diese adelige Familie war in Schlesien begütert, wo sie im Woh-lauschen und Öelsischen Besitzungen hatte. Johann Christian v. G.kommt im Anfange des vorigen Jahrhunderts als Besitzer vonGräschine