Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
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Gisc — Gladebeck.

Gise, die Herren von.

1) Kine adelige Familie dieses Namens war in Danzig ansässig;eine Linie von ihr wurde auch in den Freiherrenstand erhoben. Thic-Icmnnn Gise aus Danzig wurde zuerst Bischof von Culm, dann zu Er-meland. Kr war ein sehr gelehrter Mann und Freund des Erasmusvon Rotterdam. (M. s. Sinapius, II. S. 641.)

2) Eine gleichnamige Familie in den Rheinlanden, die man auchv. Giesen und v. Giisen geschrieben findet. Sie führte im goldenenSchilde einen grünen und rothen Zaun, und auf dem Helme einen gol-denen, die Spitzen nach der rechten Seite gewendeten Adleriiiigel.M. s. Siebmacher, I. S. 132.

Giscnbcrg, die Herren von.

Diese adelige, im 17. Jahrhunderte erloschene Familie, die wirhin und wieder auch v. Gysenberg geschrieben finden, geborte deinNiederrhein an. v. Steinen giebt in seiner westphälischen Geschichte,III. S. 748, Nachrichten über dieses Geschlecht, v. Hattstein erwähntes in seinein Specialregister des niederrheinischen Adels. Siebmachergiebt, I. S. 137, das Wappen der Familie v. Gisenberg unter den rhein-ländischen, und y. Meiling beschreibt es II. No. 282. Sie führteim goldenen Schilde drei in einer Reihe stehende, nach der rechtenSeite gewendete Vögel, und auf dem geklönten Helme fünf Lilien anStengeln.

Gissej die Herren von.

Ein altritterliches Geschlecht, das ans Sendomir in Polen nachSchlesien gekommen ist, und ein Zweig des berühmten alten polni-schen Hauses Gizza war. Es führte ein getheiltes Schild, oben blaumit drei goldenen Sternen und einem aufspringenden Löwen besetzt;im unteren Theile war eine rothe Mauer mit drei Thiirmen dargestellt,und auf dem Helme stand zwischen zwei Adlerllügeln ein weisser, diePfoten vorwärts streckender Hund.

Gladebeck (Gladciibcck), die Herren von.

Ein bei uns erloschenes altadeliges Geschlecht in Braunschweigund Thüringen, das schon in Urkunden vom Jahre 950 vorkommt.Aus demselben wurde 107;') Ilod o v. G. (Klaproth sag tBlmlo) aus demBraunschweigschen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm wirkt. Geheimer-rath, Generalkriegscommissarius und Hofkammerpräsident. Er besassauch die Amtshauptmannschaften Fiirstenwalde und Lelms. Die Fa-milie trug das frühere Klostergut Miinchlehra in der Grafschaft Ho-henstein zum Lehne, es liel aber im Jahre 1701, als der Letzte v. G.in Paris starb, als erledigt an die Krone zurück. M. s. Gauhe, alteAusgabe S. 517, und Klaproth, S. 3(j(i. Das Wappen giebt Siebnia-cher, 1. S. 183, unter den Braunschweigern. Sie führte einen nach derrechten Seite schreitenden goldenen Löwen im Schilde und auf deinHelme ein goldenes und blaues sechsendiges Hirschgeweihe.