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Gcrswaide — Gcsslcr.
und schwarz gewundenen Bunde bedeckt, der mit drei weissen unddrei schwarzen Hahnenfedern geschmückt ist. — Das Wapgen derneuen gräll. Linie ist dem vorigen ganz gleich, nur ist liier die rechteuntere Seite weiss und die linke schwarz, was dort umgekehrt derFall ist. Das Schild ist mit einer nennperligen Grafenkrone besetzt,und über derselben ist der Helm ebenfalls mit einer nennperligen Kronebedeckt, und auf derselben der oben beschriebene Hut angebracht.M. s. M. Chr. Gottl. ßischmanni Dissert. Memoria familiae Gersdor-fiorum. Goerl. 1706 und Holfmanni Scriptor. Ker. Lusat. (1719) T. I.1'. II. No. 7. p. 154 — 160 sqq. A. Hossmanns Beschreib, dieses Ge-schlechts. Sinapius, I. S. 390 — 400. II. S. 95 u. f. J. Fr. Seidefs Uh-ren- und Tugendschild des Geschlechts v. Gersdorf, 1650. König, III.S. 315 — 41(3. Seifert's Genealogie hochadeliger Eltern und Kinder.Uechtritz, diplomat.Nachrichten, I. S. 71 — 111. II. S. 287. XI. S.83—8(3.Dienemann, S. 341. Gauhe, I. S. 474 — 485. Siebmacher giebt dasWappen, I. S. 162. v. Meding beschreibt es, I. No. 266.
Gerswaldc, die Herren von.
Ein bei uns erloschenes Geschlecht, das in der Uckermark ansäs-sig war. Seine Besitzungen sind in die Hände der v. Arnim gekom-men. M. s. Grundmann, S. 40.
Gessler, die Grafen von.
Sie stammen aus dem uralten Schweizergeschtechte der Gessler,aus dem mehrere Landvögte und andere hohe Staatsbeamte hervor-gegangen sind, ab, und es liessen sich einige Zweige dieser Familiein Preussen nieder, wo sie namentlich das Gut Schwagerau besassen.Aus der Ehe von Conrad Emst v. G. auf Schwagerau und Euphrosinav. Rosenau wurde Friedrich Leopold, Graf v. G., geboren, der am24. Mai 1742 zur Würde eines Generallieutenants und Ritters des schw ar-zen Adlerordens gelangte, am 4. Juni 1745 als Führer der preussi-schen Reiterei die schon fast verlorene Schlacht bei Striegau in denglänzenden Sieg bei Hohenfriedeberg verwandelte, und in Rücksichtdieser ihn mit Ruhm bedeckenden Wäffenthat, von Friedrich deinGrossen am 11. Juli desselben Jahres in den Grafenstand erhobenwurde. Am 26. Mai 1747 ward er General der Cavallerie und am 21.Decbr. 1751 Generalfeldmarschall. Er starb am 22. August 1762 im67sten Jahre seines ruhmvollen Alters, und ruht in einer Kirche zuBrieg in Schlesien, wo ein schönes Denkmal an diesen Feldherrn er-innert. Auch lindet man in den schlesischen Provinzialblättern (Jahr-gang 1790, Monat Decbr., S. 547) eine längere Beschreibung seinesLebens. Von seiner Gemahlin, Anna Eleonora, Grälin v. Stanislaws-ky-Seegut, hat er drei Söhne und sieben Töchter hinterlassen. —Von seinen Nachkommen besass ein Graf v. G. das Gut Langenhofhei Nainslau. Er hinterliess zwei Söhne, Heinrich und Leopold, vonden ihm Heinrich, Graf v. G., in dein Fideicominiss Schoffcziitz undLomnitz folgte. Ein Graf v. G., der früher Neudorf bei Reichenbachbesass, und künigl. preuss. Gesandter am Hofe zu Dresden war, starbzu Schmiedeberg, und eine Enkelin des Generals der Cavallerie, Adol-phin e, Gräfin v. G., die noch im Besitze eines grossen Theiles desgräll. v. Gesslerschen Vermögens war, starb unvermählt im Jahre 1833zu Berlin. Das gräll. v. Gesslersche Wappen erinnert durch seine Bil-der vielfach an die Ileldenthaten des ersten Grafen v. G. Im blauen