Gersdorf.
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noch erlosch auch dieser gräfliche Ast der Familie v. G. Aber am 17.Januar 1824 wurde Georg Ernst v. G., künigl. Kammerherr und Be-sitzer der Mannlehnsgiiter Mennsdorf und Jannowitz in der Oberlau-sitz, ein Sohn des sächsischen Oberforstmeisters v. G., in den Grafen-stand erhoben. Wenn in früheren Zeiten die Güter Derer v. G. inSchlesien und der Niederlausitz ausserordentlich zahlreich waren (wirnennen davon nur: Seichau, Waltersdorf, Riemberg bei Goldberg, f.an-genau bei Löwenberg, Wirischati bei Schweidnitz, Buchwald bei Treb-nitz, Neudorf bei Mainau, Schwarzau bei Lüben, Siegersdorf, Met-fersdorf, Lautitz, Ober-Ullersdorf, Borkersdorf, Miltelhorkä u. s. w,),so sind auch noch in der Gegenwart, namentlich in der Lausitz sehrviele Güter in den Händen dieses uralten Geschlechtes. Ausser denoben erwähnten Gütern der gräflichen Linie besitzt namentlich Itn-doljth Ferdinand v. G. Obersteinkirch und Sänitz, Ernst Christian Au-gust v. G., grossherzogl. sächsischer Staatsminister, Altseidenberg beiLauban, Franz v. G., ein Sohn tt'ulfs v. G., Kieslingswalde beiLauban, Jiernhard v. G , Nieder-Erdmannsdorf u. s. w. Noch bemer-ken wir, ilass auch in der Neumark eine Linie Derer v. G. ansässigwar, der das bekannte Dorf Kay gehörte, nach dem sie sielt auchschrieb. Der oben erwähnte künigl. Kammerherr, Graf Georg Ernst,geb. am 29. Octbr. 1793, wurde am 24. August 1819 Wittwer vonHenriette Amalie Louise v. Helldorf-Bedra. Er vermählte sich am 20.August 182Ö wieder mit des Lord Saye und Sele's, Pairs von Gross-britannien, Erbtochter, Maria Elisabeth. Nur aus der ersten Ehe le-ben zwei Töchter, j Es sieht demnach gegenwärtig dieses gräflicheHaus auf zwei Augen. ■—• Im preuss. Kriegsdienste ist David Gottlobv. G. zur Würde eines Generallieutenants, Gouverneurs der FestungSpandau, Chef eines Infanterie-Regiments und Bitters des schwarzenAdlerordens gelangt, er starb am 21. Juli 1732. Mit Margarethe Eli-sabeth, Tochter des preuss. Staatsministers v. Khetz, waren ihm zweiKinder geboren worden, ein Sohn, der 1719 als Volontair bei der kai-serl. Armee in Sicilien erschossen wurde, und eine Tochter, welchesich mit dem künigl. Geheimen Staatsminister v. Viereck vermählte. —Otto Ernst v. G. war künigl. preuss. Generalmajor und Chef einesHusarenregiments. Er gehörte zu dem Finkschen Corps, das bei Ma-xen gefangen ward, und wurde daher 17Ü3 verabschiedet. Sein Toderfolgte zu Zwecke am 23. März 1773. Der lausitzer Linie gehörteauch Iiarl Friedrich IVillielm v- Gersdorf an, der als Generallieute-nant in sächsischen Diensten, Generaladjutant des Königs und Com-mandant des adeligen Cadottencorps, am 15. Septbr. 1829 zu Dresdenstarb. —■ Noch ist besonders anzuführen der gelehrte v. G. auf Mel'-fersdorf, der sich um die Gründung der lausitzer Gesellschaft der Wis-senschaften zu Görlitz, durch zahlreiche Forschungen im Gebiete dergeographischen und natui historischen Bestimmungen, endlich auch durchdie Stiftung einer Erziehungsanstalt zu Görlitz, ein ruhmvolles undbleibendes Andenken gesichert hat. Kr war Präsident der genanntenGesellschaft der Wissenschaften, und vermachte derselben seine inter-essanten Sammlungen von Instrumenten, Charten, Büchern u.s.w. — DieHerrschaft Meüersdorf ist seit dein Tode dieses gelehrten Mannes dasEigenthum des nun auch schon verstorbenen Landgrafen v. Hessen-Ko-thenburg gewesen, und von diesem wieder im Tausch gegen Güter inOberschlesien an einen Grafen von Seher-Thoss gelangt. — Mit sehrgeringen Abweichungen führen alle verschiedenen Acste und Zweigedieses Hauses noch das alte ursprüngliche Wappen. Dasselbe bestehtaus einem oben reihen, in der untern Hälfte aber schwarz und weis-sen Schilde ohne weitere Bilder. Auf dem Helme liegt ein rotherHut, oben zugespitzt, mit silbernem Aufschlag. Er ist mit einem weiss