Gcrdtel — Gersdorf.
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Gerdtel, die Herren von.
Eine adelige Familie in Ostpreussen. Ihr gehörte Theodor vonGerdtel an, der als Hauptmann des 6. Infanterie-Regiments im Jahre1832 zu Rawicz starb. Er war Ritter des Verdienstordens und deseisernen Kreuzes. — Ein Bruder von ihm besitzt das Gut Kunzheimbei Rössel in Ostpreussen. — Sie fuhren ein quadrirtes Wappen. Inden silbernen Feldern 1 und 4 sind drei in Form eines Triangels an-gebrachte goldene Sterne vorgestellt. Im 2ten und 3ten blauen Feldesind zwei ins Andreaskreuz gelegte Pfeile sichtbar. Aus dem Helmewächst ein geharnischter, ein Schwert führender Arm.
Gergelase, die Herren von.
Eine märkische altadelige Familie, die im blauen Schilde einenrothen Krebs und auf dem Helme drei Straussfedern (blau, weiss, blau)führte. Siebmacher giebt dieses Wappen, 1. Th. S. 178.
Gerhard (dt), die Herren von.
1) Die schlesische Familie, aus welcher George Gerhard auf Grab-kowitz (geboren zu Brieg im Jahre 1571) im Jahre 1606 Canzlerdes Fiirstenthuins Oels war, und 1629 zur Würde eines Oberamts-canzler in Schlesien gelangte. Kaiser Matthias erhob ihn 1629 inden Adelstand. Er starb am löten November 1639. Um dieselbeZeit besass auch ein v. Gerhard das Gut Ober-Lucine bei Treb-nitz. — 2) Die Nachkommen des Johann Karl Gerhard, Lieutenantin dem Husarenregimente v. Usedom, der am 9. Octbr. 1787 geadeltwurde. Sehr wahrscheinlich ist der Erhobene derselbe v. G., der indem Jahre 1807 in Preussen als Major des Regiments Towarzysz aufdem Felde der Ehre geblieben ist. Uebrigens dienten vor dem Jahre1806 verschiedene v. G. in der Armee, und noch in der Gegenwartdienen Offiziere dieses Namens, wie der Major v. G., im 26. Infan-terie-Regiment, Ritter des eisernen Kreuzes 2. Classe, erworben vorParis, und der Rittmeister v. G. im 1. Dragoner-Regiment, der sichdas eiserne Kreuz 1. Classe im Gefechte bei La Chaussee erwarb. —Im Civildienste ist ein v. Gerhardt angestellt, und war 1835 als As-sessor bei der Regierung in Danzig. — Die unter No. 2. aufgeführteFamilie führt folgendes Wappen. Es ist ein quadrirtes Schild; dieFelder 1 und 4 sind golden und blau siebenmal getheilt; in dem 2tenund 3ten silbeinen Felde sind drei goldene Sterne angebracht. Im2ten Felde stehen sie im Triangel, im 3ten Felde aber sind sie imBogen an den Rand des Schildes gelegt. Auch hat dieses Wappen einHerzschild, auf dem sich ein brauner Hirsch auf goldenem Grunde zeigt.Derselbe wiederholt sich zwischen zwei Adlerlliigeln auf dem Helme.
Gersdorf, die Grafen und Herren von.
Dieses malte, seinem Ursprünge nach der Lausitz, Schlesien,Böhmen und Sachsen angehörige, aber auch in Dänemark, Liellandund mehreren andern Ländern theils verbreitete, theils verbreitet ge-wesene Geschlecht verehrt in einem tapfern Krieger mit Namen Hein-rich Sieindorf seinen Stammherrn. Er lebte um das Jahr 919 undstand in Diensten des Herzogs Rudolph v. Burgund. Den Namen Gers-
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