Gelsdorf — Genzkow.
225
tes hat man sehr verschiedene Nachrichten, und es leht im Munde desVolkes eine betrübende Sage in Beziehung auf einen Zweikampf, derzwischen Brüdern vorgefallen sein soll. In der Gegenwart blühen nurnoch einige Zweige der adeligen Familie v. G., und namentlich dieNachkommen eines im 2ten Decennium dieses Jahrhunderts zu Lieg-nitz verstorbenen v. G., der mit einer v. Gersdorf vermählt war, diedes Auyusl Ferdinand v. G., ehemals 'königl. preuss. Landraths desFrankensteiner Kreises, auf Kobelau, und des Hans Ernst Karl v. G.auf Nieder-Kunzendorf bei Schweidnitz. Ein Sohn des zuerst er-wähnten, in Liegnitz verstorbenen v. G., der Major v. <1. A. und Bit-ter des eisernen Kreuzes (erworben im Jahre 1813), v. G., ist gegen-wärtig Landesältester und Besitzer v. Schöbekirch bei Neumarkt. EinLieutenant und Johanniterritter v. G. besitzt Nieder-Gorpe, und derRittmeister v. G. aus dem Hause Kobelau besitzt Jakobsdorf beiSchweidnitz, auch besitzt gegenwärtig ein Herr v. G.«das Gut Grassee,zum Saaziger Kreise in Bommern gehörig. Das v. Gellhornsche Wap-pen zeigt im blauen Schilde ein schwarzes Jägerhorn mit goldenen Be-schlägen und Band. Es wiederholt sich auf dem Helme unter dreiStraussfedern (gelb, blau und schwarz). Die Ilelmdecken sind gelbund schwarz. — Das des erloschenen reichsgräfl. Geschlechtes warquadrirt. Im lsten und 4ten Felde war ein Berg auf Felsengrunde,an dem ein Strom vorbeitliesst, im 2ten und Hten ein Kreuz vorge-stellt. Im Herzschilde war eine gekrönte Säule mit dem v. Gellhorn-schen Jägerhorne sichtbar. Dieses Schild bedeckten drei gekrönteHelme, auf denen das Jägerhorn, die gekrönte Säule und ein gespie-gelter Pfauenschweif angebracht waren. Das Wappen giebt Siebma-cher, I. S. 55, unter dem Namen v. Gelbhorn, und V. Zus. S. 13.v. Meding beschreibt es, I. No. 2(j0 u. 261. Gaulle, I. S. 464. Aucherwähnt ihrer Lucae in seiner scldesischen Chronik an verschiedenenStellen.
Gelsdorf, die Herren von.
Mehrere Offiziere dieses Namens standen 1806 in der Armee. Ei-ner v. G., der damals als Lieutenant im Regiment Prinz Heinrichstand, starb 1813, als Capitain des 5. kurmärkischen Landwehrregi-ments, an seinen schweren Wunden; sein jüngerer Bruder, der eben-falls im Regiment Prinz Heinrich gestanden hatte, war schon im Jahre1806 in Colberg lür's Vaterland den Tod der Elire gestorben. — Eindritter v. G. gehörte bis zum Jahre 1800 dein Offiziercorps des Regi-ments Graf Kunheim an. Er nahm 1811 als Capitain seinen Abschiedund ist der gegenwärtige Besitzer des Gutes Parsow im Fürstenthum-Kreise der Provinz Pommern.
Gcmbiccki, die Herren von.
Aus dieser ursprünglich polnischen Familie hat sich in neuererZeit ein Zweig in Pommern niedergelassen, wo derselbe das Gut Itep-zin im Kreise Schiefelbein besitzt. Ein Capitain v. G. steht gegen-wärtig beim 6. Landwehr-Regiment.
Genzkow, die Herren von.
Eine der ältesten Familien in Pommern, welche ursprünglich wen-discher Abkunft ist und hauptsächlich Mecklenburg angehört; es lia-v. Zedlitz Adels-I .ex. II. 15