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2 (1842) E - H
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Gellliorn.

nold 1326 zu Montfort im Schuldthlirme. Sein Solin, Rainold II.,brachte «las Haus zum höchsten Glanz, indem er zur herzoglichenWürde gelangte, die ihm vom Kaiser Ludwig dem Baier im Jahre1339 ertheilt wurde. Seine Besitzungeil umfasslen die vier QuartiereGeldern, Zütphen, Nimwegen und die Weltiwe, und reichten bis andie Siidersee. Er starb am 12. Oct. 1343 und liegt zu Münchhusen beiden Karthäusern begraben. Seine Gemahlin, Eleonore von England,verstiess er, nachdem er zwei Söhne mit ihr gezeugt hatte. Der äl-tere, Hainholtl III., der ihm in der Regierung gefolgt war, gerieth1361 in Haft, und sein Bruder, Eduard, wurde Herzog von Geldern;allem dieser fand einen frühzeitigen Tod durch Mörderhand, und Rain-hold bestieg wieder den herzoglichen Thron. Doch auch er wurdebald darauf vom Tode überrascht, und mit ihm erlosch im Jahre1372 der Stamm der Grafen und Herzöge von Geldern. Die Länderfielen an Wilhelm, Herzog von Jülich, dessen Gemahlin, Maria vonGeldern, die Tochter Rainhold II. war. Aus dieser Ehe wurde Her-zog Wilhelm der Jüngere und Herzog Rainold, auch eine PrinzessinJohanna, geboren. Beide Brüder starben kinderlos, und Johanna, ver-mählt an Johann von Erkel, hatte zwei Kinder, Wilhelm und Maria,Wilhelm war ebenfalls zeitig ohne Leibeserben verstorben, und Mariavermählte sich mit Johann von Egmont. Dem Letztern lielen dadurchAnsprüche auf das Herzogthum Geldern zu, die das Haus der Gra-fen v. Berge und Grafen v. Holland einerseits, und das der Herrenvon Erkel und Egmont andrerseits in grosse Streitigkeiten brachte.M. s. die Artikel v. Erkel und v. Egmont.

2) Die Freiherren v. Geldern. Unter dem Adel im Ober-Quar-tiere des Herzogthums Geldern, welches durch den Utrechter Friedenan die Krone Preussen fiel, finden wir in den Listen des Adels, derdem neuen Landesherrn, König Friedrich Mülheim I., huldigte, auchdie Freiherren von Geldern, als Herren der Herrlichkeiten Aerssenund de Bree (im Lande Kessel) und der Güter In gen Rädt.

Gellliorn, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Dieses altadelige, eine Zeit lang auch in einer Linie gräfliche,Geschlecht, soll seinen Namen von dem Schall oder dem Gellen sei-nes vielgebrauchten Jagdhornes erhalten haben; auch soll schonum das Jahr 931 unter Kaiser Heinrich I. einer dieses Geschlech-tes einen vor den Wenden flüchtenden Haufen durch einen Rufseines Jägerhorns wieder gesammelt und zur standhaften Gegenwehrvermocht, und sich dadurch Namen und Wappen mit dem Ritterschlageverschallt haben. (M. s. Hermanni Praxis herald, et Olsnograph.) Dieersten Ritter aus diesem Geschlechte kamen um das Jahr 1241 ausSachsen nach Schlesien, wo sie zuerst Süschendorf, Seichau, späterKunzendorf, Cammerau, Rogau, Schwentnich, Alt-Grotkau, sodannauch Weigelsdorf, Peterswaldau, Märzdorf besassen. Kaiser Ferdi-nand III. erhob eine Linie, und zwar die auf Peterswaldau, in derPerson von Ernst v. G., Herrn der Herrschaft Peterswaldau, in denFreiherrnstand, und sein Nachfolger Kaiser Leopold I. erhob diesenFreiherrn am 25. Octbr. 1656 in den Grafenstand. Er starb am 4.April 1679 und war in erster Ehe mit einer Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg, die am 3. April 1672 auf dem Schlosse Peters-waldau, dem ihr Gemahl, so wie schon dessen Vater, Friedrich v. G.,einer der reichsten Edelleute Schlesiens, eine prachtvolle Einrichtunggegeben hatte, starb, vermählt. Ein Sohn aus dieser Ehe, Graf ErnstJulius, war Ober-Amtsrath. Ueber das Ende des gräflichen Geschlech-