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2 (1842) E - H
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Geismar.

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weisse Biiifelhörner, zwischen denen der Sparren, wie im Schilde,sichtbar wird.

2) Eine andere adelige schlesische Familie sind die v. Geisler undPohlsdorf, denen Pohlsdorf, Zeschendorf und Göhlsdorf, im Fürsten-thuine Liegnitz, gehörte. Derselben gehörte Andreas v. G. an, dersich als Canzler des Fürstenthums Liegnitz und als Landesbestallterder schlesischen Stände sehr berühmt gemacht hat. Ihn nennt Ile-nel: ein oraculum der Herzöge zu Lieguitz und Krieg. Er starb am7. Juni 1G24. Sein Wahlspruch war: Scientia et conscientia. Auchsein Grabmal befindet sich zu Liegnitz, und zwar in der Johanniskir-che. Noch drei Generationen seiner Nachkommen blieben im Besitzeder genannten Güter; dann wurden sie verkauft, aber Joachim Ernstv. G. verkaufte sie und erwarb dafür ICottlewe im Wohlauschen. DasWappen dieser letztern Familie unterscheidet sich von dem der vori-gen nur dadurch, däss das Schild rotli und schwarz und der Sparrenoder das Winkelmaass weiss geschachtet und von anderer Form ist.Im untern schwarzen Theile steht auch ein goldener Löwe, der einensilbernen Stern in der rechten Pranke hält. Dieses Bild wiederholtsich auch zwischen einem rotheil und weissen Adlerliiigel auf demHelme. Die Helmdecken und das Laubwerk sind zur Hechten schwarzund gelb, zur Linken weiss und roth.

3) Johann Georg Geisler wurde im Jahre 1766 geadelt, und einIgnatz v. G. wurde von Karl VII. in den Freiherrnstand erhoben.

Bis zum Jahre 1806 standen mehrere v. G. in der preuss. Armee, na-mentlich ein Major v. G. in dem Dragoner-Kegiment vacant v. Mausteinzu Neidenburg. Er starb im Jahre 1828 als pensionirter Obristlieute-nant. Ein anderer v. G , der bei der ostpreussischen Füsilierbrigadebis zum Jahre 1806 und noch später gestanden hatte, war im Jahre1819 als Capitain aus dem 29. Infanterieregimente getreten und spä-ter Salzfactor in Cöln geworden. Auch stand beim 30. Inf.-Reg. einv. G., der sich im Gefecht bei Wavre das eiserne Kreuz erworbenhat. In der Gegenwart ist F. v. G. als Regierungsassessor in Minden an-gestellt. Nicht zu bestimmen vermögen wir, zu welchen der oben er-wähnten verschiedenen adeligen Familien v. G. die zuletzt Erwähntengehören.

Geismar, die Herren von.

Die Herren v. Geismar werden zu dem ältesten, angesehenen Adelin Hessen, Westphalen und Thüringen gezählt, und kamen auch indie Ritter-Cantone Rhön und Weira. Ihr Stammsitz soll das, ge-genwärtig auch als Badeort bekannte Städtchen Geismar, auch HofGeismar genannt, einige Stunden von Cassel entfernt, sein. DieserOrt wurde schon im Jahre 912 erbaut. Ein Berthold v. G. kommtschon in einer Urkunde, die der Erzbischof Siegfried zu Mainz imJahre 1199 ausstellte, vor. Schon im Jahre 1139 wird ein Conradv. G. als Zeuge in einem Schenkungsbriefe erwähnt; derselbe kommtauch in der Fundations-Urkunde des Klosters Georgenthal in Thürin-gen im Jahre 1152 vor. Obgleich das Geschlecht schon im 12tenund 13ten Jahrhunderte in Thüringen verbreitet und angesehen war,beginnt doch die eigentliche Stammreihe erst um das Jahr 1391 mitCurt v. G., der gräll. waldeckscher Amtmann zu Wildungen war undzur thüringischen Linie gehörte. Aus der hessischen Linie warJohann Friedrich v. G., Oberhofmeister am königl. dänischen Hofe;er starb im Jahre 1697. Nach dem Erlöschen der Moosbachs v.Lindenfels nahm eine Linie Derer v. G., mit kaiserl. Genehmigung,