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Gebhard — Geislcr.
Gebhard, die Herren von.
Von den verschiedenen adeligen Familien dieses Namens gehörtdas Geschlecht derer v. Gebhard in Schlesien hierher. Ihm gehörteJohannes Gebhard von Göppelberg an Kr war 1577 zu Nimptsch ge-boren und bekleidete beim Herzog Johann Christian v. Brieg die Stelleeines Regierungssecretarius. Das Wappen dieser Familie ist ein drei-mal getheiltes, oben blaues, in der Mitte goldenes und unten schwar-zes Feld. Jm obern Theile sieht man eine goldene Krone und darun-ter in den beiden andern Abtbeilungen eine weisse Lilie. Auf demllelme stehen zwei weisse Flügel. So beschreibt Sinapius dieses Wap-pen, II. S. 637, und Hasse giebt es eben so.
Gciblcr, die Herren von.
Eine adelige Familie dieses Namens ist in der Provinz Pommernansässig, hier gehören derselben die Güter Ferchland und Klein-Kiis-sow im Kreise Pyritz. Es waren früher Lehne der adeligen, jetztgrällichen Familie v. Küssow.
Geislcr, die Freiherren und Herren von.
1) Eine altadelige schlesisehe Familie, die Schickfuss, Bucelinund Sinapius als im Besitz mehrerer ansehnlicher Güter im Liegnitz-schen und Goldbergschen anführt, namentlich waren Nieder - Herms-dorf, Nieder-Steinsdorf, Harperndorf, Hockenau u. s. w. von Geisler-sche Güter, doch wird ihr Stammhaus auch Stonsdorf genannt; diesesaber liegt im ehemaligen Fürstenthume Jauer, und wird wohl Steins-dorf, in früherer Zeit Stoinsdorf geschrieben worden sein; auch Bielauim Goldberg-Stcinauschen Kreise wird als ein Stammhaus dieses Ge-schlechtes aufgeführt. Zuerst wird Thomas v. G. genannt, der schonim J. 1788 Domherr zu Breslau war. Georg v. G. und Stonsdorf warDompropst zu Liegnitz, auch Domherr zu Olmiitz und Gross-Glogau.Kr starb, eben von einer grossen Reise nach Rom zurückgekehrt,am 17. Septbr. 1431 zu Liegnitz, und sein Epitaphium ist in der ICreuz-kirche daselbst zu sehen. — Niholas v. G., Maltheser-Ritter. — ./o-hann Christian v. G., ein Bruder des Vorigen, bestand 1465 in Gegen-wart von Fürsten und Rittern zu Liegnitz einen Kampf auf Tod undLeben mit einem v. Schellendorf. Ueberhaupt kommen in der Reiheder Ritter aus diesem Hause viele kriegerische, zum Kampf geneigteMänner vor. Eine Linie war sehr begütert und freiherrlichen Stan-des. Im Jahre 1603 schickte ein böhmischer Freiherr v. G. nachSchlesien, und begehrte, da er ohne Erben war, es solle ein schlesi-seher Lehnsvetter zu ihm kommen. Friedrich v. G. kam dieser Aul-forderung nach, fand aber seinen Oheim schon im Grabe. Es schei-nen in der Gegenwart nur noch wenige Zweige dieses altadeligenStammes, der auch dem berühmten .Stifte Trebnitz in Hedwig v. G.eine regierende Aebtissin gegeben hat (sie starb am 23. Januar 1426),vorhanden zu sein, — Ein Karl G. v. Stahnsdorf lebte noch 1806 alsFeuerbürgermeister zu Friedeberg an der Queiss. Diese Familie führt eingespaltenes Schild, dessen vordere Seite Silber, die hintere schwarzist. Es wird von einem Sparren in Form eines Winkelmaasses, dessenhalber Theil im weissen Felde schwarz, und im schwarzen weiss ist,durchstrichen. Auf dem gekrönten Helme stehen zwei schwarz und