Gayette — Gaza.
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Gayette, die Herren von.
Im Jahre 1806 standen zwei Herren v. Gayette in der preuss. Ar-mee; der Eine, damals Lieutenant im Ingenieurcorps, ist der gegen-wärtige Obrist und Inspecteur der schlesischen Festungen v. G. Erist Kitter mehrerer Orden, namentlich auch des eisernen Kreuzes 2terClasse (erworben vor Danzig); der Andere stand im Feld-Artillerie-corps. Er ist im Jahre 1814 als Trainollizier gestorben.
Gayl (Gaill), die Herren von.
Eine ursprünglich elsassische, dann westphülisclie und später auchin die Marken gekommene Familie, aus der viele Mitglieder im Civil-und Militärdienste gestanden haben, namentlich der Präsident v. G.,sodann der Oberst und Commandeur des 31. Infanterie-Regimentsv. G., gegenwärtig General-Major a. D., Ritter des eisernen Kreuzes1. Classe (erworben vor Gorkum im Winter 18-j-J); er stand bis 1806im Regiment des Königs zu Potsdam. Ein anderer v. G. stand alsFähnrich im Regiment Gr. Tauentzien, und ist gegenwärtig Majorund Kammerherr in Diensten des Grossherzogs von Oldenburg. EinRaron v. Gayl, der früher im Regiment Pelchrzim zu JNeisse stand,liel als Major im 18. Infanterie-Regiment, im Jahre 1813 auf demFelde der Ehre. Er war mit einer von Prittwitz vermählt; aus dieserElle ist eine Tochter, Pauline, Conventualin des Stiftes Gesecke und Keppel,und eine im Stifte Marienliiess. Im 1. Garderegiment steht ein Majorund ein Hauptmann v. G. Siebmacher giebt V. Tli. S. 147 das Wap-pen. Im blauen Schilde, quergetheilt durch eine schwarze Linie, ste-hen oben zwei Sterne und unter denselben eine halb goldene, halbrothe Lilie. Auf dem Helme ist ein oben goldener, in der Mitte ro-ther und unten blauer Adlerflug, jeder Flügel ist in der obern Hälftemit zwei Sternen belegt. Zwischen den Flügeln steht die schon imSchilde erwähnte Lilie.
Gaza, Herr von.
In der leichten preuss. Infanterie, und namentlich bei dem Batail-lon von Einest, in der westphälischen Füsilierbrigade, stand im Jahre1806 der Obrist v. Gaza. Er war um das Jahr 1754 zu Regensburggeboren und hatte sich in der Rhein - Campagne bei vielen Gelegen-heiten ausgezeichnet, auch 1704 im Gefecht bei Deidesheim den Ver-dienstorden erworben. Zuletzt war derselbe bei der Gensdarmerie an-gestellt; im Jahre 1820 war er als Ober-Brigadier derselben mit Inacti-vitätsgehalt ausgeschieden, und einige Jahre später ist er mit Tode ab-gegangen. Er liat nur eine Tochter hinterlassen, die an den Grafenv. Schlippenbach auf Hennersdorf bei Neisse in Schlesien vermähltist. — Der Ordensrath Hasse giebt unter dem Namen Gazan, genanntGaza, folgendes Wappen: Es ist qnadrirt, Im Isten und 4ten rotlienFelde stellt ein goldener Weinstock mit silbernen Trauben; im 2tenund 3ten goldenen Felde ist der Kopf eines Mohren, mit silberner Au-genbinde, dargestellt. Zwei Helme bedecken dieses Schild. Auf demrechten liegt ein grüner und rother Bund, geschmückt mit einem ro-tlien, mit dem Weinstocke belegten, Adlerflügel, auf dem linken stehtzwischen oben schwarzen, unten goldenen Bülfelhürnern der Kopf einesMohren.