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2 (1842) E - H
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Gall Gallwitz.

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Bischof von Münster, ein Enkel Dietrichs v. G., Christoph Heinrich;der oben erwähnte erste Graf v. G., kaiserl. Kämmerer und Reichs-hofrath, Gegenwärtig ist Graf Matthiiis v. Galen, geb. 1799, Erb-kämmerer von Münster; er ist mit einer Freyin v. Kettler vermählt,mit welcher er eine Tochter und drei Sühne hat. Ferdinand , Graf v.Galen, Bruder des Vorigen, ist preuss. Kammerherr und Legalionsrath,Geschäftsträger am grossherzogl. Hofe in Darmstadt. Eine Stiefschwe-ster, Therese, Griiiin v. G., ist seit dem Jahre 1834 mit Max, Freiher-ren v. Droste zu Padtberg, vermählt. Ein Zweig dieser Familiehatte sich nach Schlesien gewendet. Hier besass Heinrich Ludwig,Baron v. Galen, Marschcommissarius, Kreisdeputirter und Landesälte-ster, die Güter Jacobsdorf und Schübekirch im Kreise Neumarkt. Erwar mit einer Freyin v. Mold vermählt. Drei seiner Sühne fielen imLaufe der Feldzüge 1813, 1814 und 1815 auf dem Schlachtfelde. Dasv. Galensche Wappen zeigt im goldenen Schilde drei rotlie Widerha-ken und zwei dergleichen zwischen einem goldenen und einem rothenAdlerlliigel auf dem Helme. Das gräfl. AVappen ist quadrirt; im I. u.

4. stehen die Galenschen Haken im goldenen Felde, im 2. und 3.der goldene Kammerherrenschlüssel im silbernen Felde, auf das Erb-kämmereramt deutend. Beide Bilder wiederholen sich auf den Hel-men. Aus dem linken wächst ein geharnischter, den Schlüssel halten-der Arm. Auf der Krone des rechten wiederholt sich zwischen denoben angegebenen Flügeln das goldene Feld mit den drei Haken. Sieb-macher giebt, I. S. 191, das adelige, das preuss. Wappenbuch, Bd. I.

5. 39, das gräfliche AVappen. M. s. Wissgrill, III. S. 203 u. f. Gauhe,I. S. 452, IL S. 328 337. Osnabrück, Stiftskalender, 1773. v. Me-ding beschreibt das A\ r appen, I. No. 251.

Gall, die Grafen, Freiherren und Herren von.

1) Nach Schlesien kam um das Jahr 1650 ein ursprünglich ausIrland stammendes reichsgriill. Geschlecht. Der Erste desselben in je-ner vaterländischen Provinz war Wilhelm, d. Ii. Ii. Reichsgraf v. Gall,Freiherr von Burg, Herr von Balmontin und Galston, kaiserl. Oberstu. s. w., er erkaufte das Schloss und die Herrschaft Holstein (späterder Herzogin v. Curland gehörig). Er starb 1Ü55 und liegt in derKlosterkirche zu Gnissau begraben. Mit seinein einzigen Sohne Wal-ter, Graf v. Gall, ist das Haus der Grafen Gall in Schlesien wiedererloschen. M. s. Sinap. II. und Lucä a. a. O., Gaulle, I. 2) AdamSegfried und Herbert Gall wurden am 14. Juli 1650 und am 6. Septbr.1666, auch das ganze Geschlecht, in den Freiherrenstand erhoben. 3)Ein Major v. Gall, der bis zum Jahre 1806 in der niederschlesischenFüsilierbrigade stand; er starb im Jahre 1816 als Kreispolizeidirectorin Trier. Aus seiner Ehe mit einer v. Reibnitz ist eine Tochter anden künigl. Kammerherren v. Bissing zu Beerberg beiLauban vermählt,und ein Sohn ist als Notar beim Landgerichte zu Cüln angestellt.Das ursprüngliche Wappen Derer v. Gall giebt Siebmacher, V. 279;sie führten im goldenen Felde einen schwarzen Hahn und drei schwarzeBalken. Die Gallen in der Pfalz aber hatten einen silbernen Ankerim goldenen Felde (Siebm. III.), die Gall-Gallenstein in Krain aberein blaues AVallross im weissen Schilde.

Gallwitz (Gallowitz), die Herren von.

Eine schlesische, namentlich dem Fiirstenthume Oels angehürige,Familie, deren Stammhaus Gallwitz, eigentlich Gallowitz, in der Nähe

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