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Fürsten!) erg.
Konzendorf und Zubehör in der Grafschaft Glaz und Konradswaldaubei Schweidnitz. Seine Ehe ist kinderlos. — Das gemeinschaftlicheWappen des fürstlichen und landgriitlichen v. Fürstenbergschen Hausesist ein goldenes Schild mit doppelten Silber und blau eingefasstenWolken, worin man den rothen Fürstenbergschen Adler sieht, der aufder Brust ein quadrirtes Herzschild trägt, worin 1 und 4 eine silberneKirchenfahne in roth, wegen Werdenberg, und 2 und 3 ein schwarzerrechter Schrägbalken, wegen Heiligenberg, befindlich sind. Das Schild,welches ein Fürstenmantel umfliegt und ein Fürstenhut deckt, haltenzwei Engel. Ueber dem Mantel stehen fünf Helme.
2) Die Freiherren v. Fürstenberg in Westphalen, und früher na-mentlich im Stifte Paderborn, jetzt in den preuss. Provinzen Westpha-len und Kheinprovinz. Sie sollen nach mehreren Autoren mit denKönigen von Dänemark, ans dem herzogl. Hause Holstein, und denGrafen von Oldenburg gleichen Ursprung haben. Ihre Stammreihe be-ginnt mit Reinhard , Edlen Herren v. F., der als ein Kriegsheld be--kannt, um das Jahr 1115 lebte. Sein Solin, Friedrich, gehörte zu denAnhängern Heinrich des Löwen, und in den Kämpfen desselben 'mitdem Erzbischof Philipp wurde ihm das väterliche Schloss Fürstenbergzerstört. Er erbauete darauf das Schloss Waterlap zwischen Werleund Neheim. Seine Urenkel erhielten auch bei einer günstigen Gele-genheit die Trümmer ihrer alten Stammburg zurück. IVenne Marnsv. F. zog mit dein deutschen Orden nach Lielland, wurde Heermeisterdesselben und Stifter der Holländischen Linie Der v. F. Er starb imJahre 1560 in einem Kerker als Gefangener der Moskowiten. InDeutschland wendeten sich viele Mitglieder dieses Hauses dem geist-lichen Stande zu. Sie kamen an den Hof der Erzbischöfe von Cölnund wurden ihre Statthalter und Gesandten; dabei erlangten sie selbsthohe geistliche Würden in den Krzstiftern Cöln, Mainz und Pader-born. Theodor wurde Bischof zu Paderborn und stiftete daselbst einJesuitencollegium. Er starb 1618 mit Hinterlassung eines grossenSchatzes. — Caspar, ein Bruder des Vorigen, war des Kurfürsten zuCöln und Mainz Geheimerrath und Oberhauptmann in Westphalen. —-Sein Solln, Friedrich, erwarb die Herrschaften Beilstein und Walden-burg , und sein Enkel F'erdinand wurde 1661 der zweite Bischof ausdem Hanse F. zu Paderborn. — Ausserdem sind eine lange Reihevon Prälaten, Dompröpsten, Domdechanten, geheimen Käthen, Ordens-Comthuren u. s. w. aus diesem vornehmen Geschlechte hervorgegan-gen. Als mit dem Luneviller Frieden ein Theil von Münster undPaderborn und andere Landstriche Westphalens an Preussen kamen,war der Fürstbischof von Hildesheim und Paderborn der Freih. FranzEt/on v. F. zu Herdringen. — Ueber seine Familie lassen sich fol-gende Mittheilungen machen: Franz Eijon hatte fünf Brüder; von ih-nen war der älteste Clemens Lothar, Reichsfreiherr v. und zu F., Herrder Herrlichkeiten Horst und Sevenum in Geldern, der Häuser Ob-sinning, Remersda und Homberg im Luxenburgschen, der Häuser Vel-den, Horst und Brök im Cülnischen, des Hauses Hausen im .1 iilich—sehen. Ausserdem besass er in Westphalen die Güter llastingen,Adolphsburg, Iberloh u. s. w. — Franz und Karl waren Domherrenzu Münster und Paderborn, und Ferdinand war Domherr zu Pader-born und Hildesheim. Also waren vier Söhne aus diesem Hause inden geistlichen Stand getreten. — Der Aelteste, Freiherr ClemensLothar, hatte vier Söhne: Clemens, Maximilian, Friedrich und Theo-dor. — Franz Friedrich , Freiherr v. F , war damals Domcantor undGeneralvicar zu Paderborn, auch Canonicus zu Münster. Noch inder Gegenwart besitzt dieses freiherrliche Haus ansehnliche Güter inWestphalen und in der Rheinprovinz, namentlich im Kreise Wipperfurth