Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

Frohen Frölich.

199

Frobelwitz und Kruinpacli. Sie erwarben nach und nach verschiedeneGüter, namentlich Ellguth, Mädlitz, Zakrzewo, Schmarker im Fiir-stentbuine Oels, aucli Hönigern und Damschitz im Breslauischen.Im Jahre 146"! war Caspar F., von Frutzki genannt, auf Schmarkerund Kllguth, ein angesehener Cavalier an dem Hofe der Herzöge vonMünsterberg und Oels. Haus v. F., vermählt mit einer v. Bockund Lobris, war noch in der 2ten Hälfte des l7ten Jahrhunderts imBesitz der väterlichen Güter. Das Wappen Derer v. F. zeigt imrothen Schilde ein eisenfarbenes Beil mit einem gelben Stiel. Aul demHelme sind zwischen zwei Bülfelhörnern, wovon das vordere roth, dashintere weiss ist, drei kreuzweis gesteckte F'ahnen angebracht (weiss,schwarz und roth).

Frohen, die Herren von.

Dieses bei uns so rühmlich bekannte Geschlecht ist aus derSchweiz nach Deutschland, und namentlich zuerst in die Rheinlande,gekommen. Hieronymus und Johann waren die ersten aus dieser Fa-milie in Preussen, ihr vom Kaiser Karl V. ausgestelltes Adelsdiplomwird im Original zu Königsberg verwahrt. Ursprünglich war F'robe-nius der Name dieses Geschlechtes. Einer der Nachkommen des Hie-ronymus v. F., Emanuel von Frohen, starb den Tod der Treue fürseinen Herrn, den grossen Kurfürsten, in der Schlacht bei Fehrbellin am18. Juni 1675. Eine Begebenheit, die in vielen Werken der Nachweltaufbewahrt bleibt, und die der grosse Urenkel des Geretteten, Frie-drich II., selbst auf eine rührende Weise als Beispiel seltener Treueerzählt (Memoires de Brandenbourg p. I4S4'J). Karl Leopold,ein Bruder Emanuels, ward 1691 Amtshauptmann von Biegen. Ja-cob Christ. Friedrich war Herr auf Ouanditen, seine Gemahlin, MariaKallheim, wurde am 25. Juni 1683 in den Adelstand erhoben, und inBeziehung auf Emanuels geleistete Dienste, ein weisses Pferd in ihrWappen gestellt. Ein aus dieser Ehe entsprossener Sohn wurde derEidam des Bischofs Ursin von Bär (m. s. d. Art.). Er starb am 4.Juli 1757 zu Berlin als Geh. Justiz- und Kammergerichtsrath und hin-terliess sechs Söhne, von denen Emanuel als Geh. Justiz- und Kam-mergerichtsrath, und Heinrich, als Geheimer Rath und Domkirchen-rath, um das Jahr 1773 verstorben sind. Von allen sechs Söhnen aberscheinen wenig Nachkommen übrig zu sein, denn schon in den erstenJahren dieses Jahrhunderts ist der Name v. Frohen aus den Listender Staatsdiener und der Armee verschwunden. Das v. FrobenscheWappen, welches dem Buchdruckerzeichen des berühmten Joh. Fro-hen, zu Basel, ähnelt, besteht in einem silbernen Schilde, indem zweiaus den Wolken kommende Hände einen Stab halten, an dem sichzwei Schlangen emporwinden und auf dessen Spitze eine Taube steht.M. s. Nachruhm des Jacob v. Frohen, Königsberg 1699. TheatrumEurop. II. p. 720 780. v. Krohne, 1. Tbl. S 31418. Siebmachergiebt das Wappen S. 131.

Frölich, die Herren von.

Im Fiirstenthume Neisse in Schlesien kommt die Familie v. Frö-lich vor. Abraham v. F. ist am t5. Juni 1692 in den Adelstanderhoben worden, und Johann Gcory Frölich v. Freudenfels ward am26. Septbr. des Jahres 1676 in den böhmischen Adelstand erhoben.Der Letztere war kaiseil. Rath und vorher der Herren Fürsten und