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2 (1842) E - H
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Froidcvillc.

Stünde in Schlesien General-Steuer-Einnehmer. Er war ein sehrwohlthätiger Mann, den Sinapius einen hilaris dator, fröhlichen Ge-her, nennt. Sein Geburtsort ist Ober-Glogati. Kr starb zu Breslauam 27. Novbr. 11397, und vermachte verschiedenen Stiftern und Kir-chen, so wie einigen Schulen ansehnliche Legate. Auch gelangte durchseinen letzten Willen eine kostbare Biichersammlung au die Ordens-bibliothek des Matthias - Stiftes (Henel, Silesiogr. Cap. 7. p. 178). Inöstreichisch Schlesien waren verschiedene Linien dieser Familie ver-breitet, und in Tyrol ist das Geschlecht der Frölich v. Frölichsburgnoch gegenwärtig ansässig. In der östreichischen Armee sindverschiedene Edelleute dieses Namens zu hohen Würden gelangt, wieMichael v. F., der Feldmarschall-Lieutenant und Inhaber eines böh-mischen Infanterie-Regiments war. Ein Sohn von ihm blieb alsGeneralmajor in Polen. Noch in der Gegenwart dienen viele Of-fiziere dieses Namen im kaiserl. Heere, namentlich die v. Frölich undElmbach. In der preuss. Armee ist der schlesischen Linie angehö-rig: der Ohrist und Commandern' des 1. Kiirassierregiments v. F.,Ritter des Verdienstordens mit Eichenlaub (erworben in der Schlachtbei Belle Alliance), des eisernen Kreuzes 1. Classe, das ihm nach derSchlacht von Laon ertheilt wurde. Das Wappen der schlesischenv. F. zeigt im silbernen Schilde einen mit drei Strichen golden undblau geschachteten, schräg von der Linken zur Rechten hinaufgehen-den Balken. Auf dem Helme ist in zwei zusammengefügten Flügelnder geschachtete Balken wie im Schilde angebracht. Die Helmdeckenweiss und blau.

Froideville, die Herren von.

Dieses aus der Schweiz stammende altadelige vornehme Geschlechtist bei uns einheimisch und berühmt geworden durch Gabriel Monodv. F., einen Sohn des Gabriel Monod v. F., Herrn v. Ballens und Yensim Canton Bern, und der Susanna von Crousaz. Er trat aus sächsi-schen Diensten im Jahre 1731 in preussische und erwarb sich ho-ben Ruhm und die besondere Gnade seines grossen Königs durchdie Vertheidigung des Postens bei Nappagedel in Mähren. Er iiel alsGeneralmajor in der Schlacht bei Zorndorf, und liegt in Frankfurt ander Oder in der reformirten Stadtkirche begraben. Drei tapfere Brü-der von ihm sind ebenfalls in der Armee bekannt geworden. Der äl-teste, Samuel Ludwin , war Major im Dragoner-Regiment Bayreuth,und half in dieser tapfern Reiterschaar den Sieg bei Hohenfriedebergerkämpfen, Marlens Daniel war Hauptmann bei Czettritz Dragonern undmit einer Grälin von Rothenburg vermählt; Franz Isaak stand alsHauptmann bei Schorleminer Dragonern. Er wurde 1779 Intendant beider 2ten Armee, später Assessor beim Kriegs- Collegium und starb1792 als pensionirter Generalmajor in Preussen. Der General GabrielMonod besass in Schlesien die Urschkauer Güter bei Glogau. Erwar zweimal vermählt, zuerst mit einer v. Kalkreuth und dann miteiner v. Biilow, hat aber von keiner Nachkommen hinterlassen. EinNeli'e von ihm steht als Invaliden - Hauptmann zu Herford, und er-warb sich hei der Belagerung- von Torgau das eiserne Kreuz. InBaiern wurde im Jahre 1817 Alexander Heinrich Theodor v. F. imma-triculirt. M. s May a. a. O. T. VII. p. 481. Biographisches Lexiconaller Helden und Militairpersonen, welche sich im preussischen Diensteberühmt gemacht haben, I. S. 435 u. s. f.