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188
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188 Franken -Sierstoif Frankciiljcnr.

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Franken-Sierstorf, die Grafen und Herren von.

M. s. die Grafen v. Sierstorf.

Frankenau, die Herren von.

Kine adelige Familie dieses Namens war nach Lucii im schlesi-schen Fürstenthume Münsterberg begütert. Audi Bucelin, Spener,Schickfuss und Sinapius (1. Bd. S. .Fi4} erwähnen dieses Geschlecht.Der letztere Autor beschreibt das Wappen, und .Siebmacher giebt es1. Tb. S. 55 unter den schlesischen. Sie führten im getheiltcn, obenblauen, unten silbernen Schilde einen aufspringenden llirsch, dessenGeweihe mit einem goldenen Pfeile durchschossen waren. DerselbeHirsch stand abgekürzt auf dem Helme. Die Helmdecken weiss undblau.

Franken borg, die Grafen und Herren von.

Diesem hochberühmten Geschlechte geben mehrere Autoren dentapfern griechisch - messenischen General Aristomenes zum Stammva-ter. Wenn sich diese Angabe nicht durch Urkunden belegen lässt, soist es docli anerkannt, dass es zu der ältesten deutschen Bitterschaftgehört, und in den diesseitigen Staaten, namentlich in Schlesien, seitdem II. Jahrhunderte vorkommt und verbreitet ist. Ks soll aus derl'falz in jene Provinz gezogen sein, und namentlich hält sie Bucelinursprünglich für Pfälzer. Noch in der Gegenwart sind Aeste diesesHauses in der Pfalz und in den Rheinlanden, allein sie führen einverschiedenes Wappen mit unserin Geschlechte v. F. In Schlesien sol-len sie nach Ilennelius im Jahre 1015 die Stadt Frankenstein erbauthaben. Derselbe Schriftsteller erinnert auch an den Arboijastus v. F.,der um das Jahr 452 des Kaisers Valentinian III. Feldobrister gewe-sen ist, an Adam v. F., der unter dem Kaiser Ileraclius ein Heerfüh-rer, und Magnus v. F., der Karls des Grossen General war. Sie wa-ren in Schlesien, besonders zuerst in den Fiirstenthiimern Oels undBrieg, begütert, und die Stammhäuser liegen auch in diesen beidenFiirstenthiimern, namentlich Ludwigsdorf im Fürstentluime Oels, einehalbe Meile von der Stadt Oels, Bosen bei Kreuzburg und Proschlitzbei Püschen, also beide im Fürstentluime Brieg. Ks ist aber keinesdieser Stammhäuser mehr in den Händen der Familie. Bosen gehörtDenen von Gladitz und von Seidlitz, Proschlitz aber dem Grafen vonStrachwitz an. Aus dem Hause Ludwigsdorf wurde Hans ll olf v. F.auf Blichelsdorf bei Namslau, Commandant von Brieg, um das Jahr1Ö50 baronisirt. Kr starb 1082. Hans Mortis, v. F. wurde am 6. Mai1770, und Sgluius Eberhard im Jahre 1735 in den böhmischen Frei-herrnstand erhoben. Die Söhne des ersten oben erwähnten FreiherrnHans Wolf v. F. auf Bechelsdorf, Hans llolf, kaiserl. wirklicher Ge-heimer Rath, Landeshauptmann des Fürstenthunis Gingau , Vicecanz-ler des Königreichs Böhmen, Herr der Herrschaften Gröditzberg undGlitschdorf, der Güter Puchelsdorf, Bankenau, Gr. IlartmannsdorfIi. s. w., und Sigismund Leopold Freiherr v. F., Domherr zu Breslau,wurden um das Jahr 1700 von dem Kaiser Leopold 1. in den Reichs-grafenstand erhoben. Der gedachte erste Reichsgraf Hans Wolthatte den grössten Theil der genannten Herrschaften, namentlich Grö-ditzberg, Klitschdorf u s. w., durch seine zweite Gemahlin, die Toch-ter des Freiherrn v. Schellendorf - Königsbrück, erworben. Wie be-