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2 (1842) E - H
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Fragstein.

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Jahre 1738 wollte ihn der König in ein anderes Regiment versetzen,weil er sich die Ungnade seines Chefs dadurch zugezogen hatte, dasser einem Lieutenant, der sicli vom Fürsten von Anhalt-Dessau belei-digt glaubte, den Rath gab, sich bei dem Könige zu beschweren, y. F.bat aber um seine Entlassung, die er auch im Jahre 1731) mit Majors-charakter erhielt. Darauf trat er in dänische Dienste als Oberstlieu-tenant, Friedrich II. aber berief ihn wieder bei seiner Thronbesteigungin die preuss. Armee, wo er ihn den 23. Juli 1740 zum Obersten be-förderte, den 20. Juli desselben Jahres aber zum Commandeur einesFiisilierregiinents ernannte, ihm den Orden pour le merite, so wie auchdie Amtshauptmannschaften Grainzow und Lökenitz ertheilte. Im Jahre1742 ward er Commandant zu Glaz und im März 1745 Generalmajor.Im Jahre 1751 wurde er zum Generallieutenant ernannt und mit deinschwarzen Adlerorden geschmückt. Der Ausbruch des siebenjährigenKrieges erölfnete ein neues Feld für die Thätigkeit desselben. Ernahm an vielen Gefechten rühmlichen Antheil, und die Ernennung zumGeneral der Infanterie am 1. März 1759 und zum Dompropst vonBrandenburg im Jahre 1760 zeugen für die Anerkennung seiner Ta-lente und Brauchbarkeit. Im letztgedachten Jahre am 23. Juli, in derSchlacht bei Landshut, rettete den mit vielen Wunden bedeckten Hel-den die Treue seines Bedienten, der sich auf ihn warf und ihm sodas Leben erhielt. (M. s. Berk milit. Tasch.-Kal. für das Jahr 1787.)Im Jahre 1763 ward er Commandant zu Glaz. Nach Beendigung dessiebenjährigen Krieges zog er sich nach Brandenburg zurück, wo eram 3. März 1774 im 77. Jahre seines Alters nach 59jährigen treuenDiensten starb. Während dieser langen Dienstzeit hatte er sich so-wohl durch Muth und Tapferkeit, als auch durch seine Treueund Anhänglichkeit die Gnade und das Vertrauen des grossen Königserworben, deren er sich bis an seinen Tod erfreute. Kr war mit einerreformirten Französin, Elisabeth Maria Mason, vermählt, und in dieserEhe hatte er zwei Söhne und eine Tochter erzeugt. Der ältesteSohn, in den frühesten Jahren durch eine Wärterin verwahrlost, konntewegen seiner schwächlichen Gesundheit nur kurze Zeit als Dragoner-Ollizier seiner angeborenen Lust am Kriegsdienste Genüge thim. Dannward er Flieger seines alternden Vaters und verehelichte sich mit einerv. Schlegel. Der zweite Sohn, bis zum Tode seines Vaters inKriegsdiensten bleibend, zog sich nachher in die Stille des Privatle-bens zurück und starb nach kinderloser Ehe. Aus der Ehe desältesten Sohnes, des Generals, lebt jetzt noch (nach ganz frühzeitigemAbsterben eines jüngeren Sohnes) Friedrich, Baron de La Motte Fou-(jue, geb. d. 12. Febr. 1777, k. pr. Major d. Cavall. a. D. und Ritter mehrererOrden, zu Halle. Derselbe hat sich durch seine belletristischen Schrif-ten, die mit sehr vielem Interesse gelesen werden, rühmlichst bekanntgemacht; er war vermählt mit Karoline, geb. v. Briest (gest. am 21.Jul. 183j), welche gleichfalls als Schriftstellerin sich einen ehrenvollenNamen erwarb. Der in der Normandie zurückgebliebene Zweig istvor etwa 30 Jahren in zwei katholischen Geistlichen ausgestorben.

Fragstein, die Freiherren und Herren von.

Sie kamen aus Graubiindten nach Schlesien. Iiier erwarben siedas Gut Nimbschdorf im Fiirstenthume Ratibor. Im Jahre 1664, am30. April, wurde Johann Christoph v. Fragstein, und im Jahre 1709,am 18. Januar, Wenzel Ferdinand v. F. in den Freiherrnstand erho-ben. Der erstere war Herr auf Gandau und Jeschkittel, auch besasser das Ireihe künigl. Burglehn zu Krolkwitz. Nachdem er längere