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2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
179
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Follevillc — Förcade.

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hei der Kriegs- und Domainenkammer zu Kaliscli angestellt. — Inder Gegenwart ist ein Major v. F. dem 7. Infanterieregiment aggre-girt, Präses der Kxaininationscommission fiirPort d'epee-Fähnriche undDirector der Schule der 9. Division. Kr erwarb sich in der Schlachthei Jena im Jahre 1800 schon als Junker das Militair-Ehrenzeichen,und hei Leipzig das eiserne Kreuz II. Classe.

Follevillc, die Freiherren und Herren von.

Ein aus Frankreich in die Rheinlande und Westphalen gekomme-nes vornehmes Geschlecht. Demselben geholte an Adam II ilhelm v.Folleville, Unrcölnischer Kammerherr, Herr der Herrlichkeit Greefrädin Geldern, und des adeligen Hauses Langendonk ebendaselbst, so wieder adeligen Häuser Nimm und Breidenhanpt in Westphalen. Er hattezwei Söhne, Franz und Ludwig v. F., und einen Bruder Ludwig, Frei-herr v. F., Propst zu St. Albertus in Aachen und Domherr zu Wim-pfen, die sämmtlich noch am Anfange dieses Jahrhunderts lebten. Be-schreibung des Herzogthums Geldern in den historischen Beiträgenu. s. w. 3. Till. 1. Bd. S. 307.

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Forcadc, die Herren von.

Die altadelige Familie der Forcade kam aus Pau in Bearn, demGeburtsorte Konig Heinrich IV. Sie hatte der Religionsbedriickungenwegen ihre Heimath verlassen. Der Erste dieses Geschlechtes in dendiesseitigen Staaten war Jean Ouerin de Forcade, Herr von Biaix, einSohn des französischen Generals Jacques de Forcade, Herrn v. Biaix,und der Philippine d'Espalunge, Baronne d'Arras. Im Jahre 1692 warer Capitain bei der Garde, und nach und nach durchlief er alle Gradebis zum Generallieutenant, Chef eines Infanterieregiments und Com-mandanten von Berlin. Er starb am 2. Februar 1729. Mit Juliane,Freyin v. Honstedt, hatte er mehrere Kinder hinterlassen. Von diesenist zu grossem Kriegsruhme und hohen Ehrenstellen sein Sohn, Frie-drich Wilhelm v. Forcade, gelangt. Er war einer der thätigstenund geschätztesten Offiziere Friedrich II. Schon im ersten schlesischenKriege zeichnete er sich bei mehreren Gelegenheiten aus, allein dieGlanzpunkte seines militairischen Lebens waren das Treiben bei Sorrund die Schlacht bei Leuthen. Der König selbst schrieb seiner Tapfer-keit einen Theil des Sieges bei Sorr zu, und belohnte den bei dieserGelegenheit verwundeten Obersten v. Forcade durch die Ertheilungdes Verdienstordens, der Amtshauptmannschaft von Zinna, einer jähr-lichen Zulage von 600 Rthlrn. und einer Domherrenstelle zu Havelberg.Sehr bekannt ist die Thatsache, dass der grosse Monarch, als der Oberstv. Forcade 1746 bei der Cour auf dem königl. Schlosse sich seinesverwundeten Fusses wegen ans Fenster anlehnte, diesem selbst einen Stuhlbrachte. „Mein lieber Forcade", sagte der unvergessliche König, „ei-nem so braven und würdigen Manne muss ich selbst einen Stuhl brin-gen." Am 10. Febr. 1767 hatte Hr. v. Forcade die Generallieutenants-Würde, und nacli der Schlacht bei Leuthen den schwarzen Adlerordenerhalten. Nach dem Hubertusburger Frieden machte ihm der Königein bedeutendes Geschenk an baarem Gelde. Er hatte im siebenjähri-gen Kriege zuletzt ein besonderes Corps unter dem Prinzen Heinrichbefehligt. Sein Tod erfolgte zu Berlin am 23. März 1765. Mit einergeborenen Montaulieu de St. Hippolyte hatte er dreiundzwanzig Kindergezeugt, von denen ihn eilf überlebten. Einer seiner Söhne besass das

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