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■Fargo w — Faust.
Fargow (Fargo wen), die Herren von.
Ein ausgestorbenes, pommersches Geschlecht, (las im Lauenburg-sclien begütert war und von Micräl. S. 484 erwähnt wird. Brüggemannbezeichnet es mit dem Kreuz, was so viel bedeutet, als ausgestorben,im IX. Hauptstück. Sie führten im blauen Schilde einen silbernen,nach der rechten Seite gekehrten, Mond und ein goldenes Passions-kreuz. Ein eben solches stand auch auf dem ungekrönten Helme. M.s. Siebmacher, III. S. 159.
Fasolt, die Herren von.
Ein sehr altes Geschlecht in Preussen, dessen Adel durch einAnerkennungsdiplom, welches der grosse Kurfürst dem Rathsverwand-ten Rudolph Fasolt am 28. Septbr. 1061 ausstellte, erneuert und be-stätigt ward.
Faudel, Herr von.
Des jetzt regierenden Königs Majestät erhob am 4. Aug. 1803 denGeheimen Finanzrath und Minister-Residenten der anlialtschen, ba-denschen, baierschen und hohenzollernschen Höfe, Tobias Faudel, inden Adelstand. Er ist vor mehreren Jahren ohne männliche Nachkom-men in Berlin gestorben.
Faust von Strom borg, die Freiherren und Herren.
Diese ausgestorbene uralte adelige Familie in den Rheinlanden,deren Ritter in verschiedenen Schauspielen und Ritterromanen eineRolle spielen, besteht in der Gegenwart nur als Beiname der GrafenV .Eitz, die sich Grafen von und zu Eitz, genannt Faust von Strombergschreiben. Humbraclit giebt die ordentliche Stammreihe der F. vonSt. vom 13ten bis in das 17te Jahrhundert. Die berühmtesten Mitglie-der dieser Familie sind Johann Valentin F. v. St., kurmainzischer undkurbaierischer Rath, zuletzt Mitglied vom Senate des Kammergerichtszu Speyer. Er hat sich als Schriftsteller durch seinen Tractat „vondenVerbrechen," der jedoch erst nach seinem in Jahre 1666 erfolgtenTode gedruckt worden ist, bekannt gemacht. — Franz Ludwig F. v.St. war Dompropst zu Wiirzburg und starb 1673. — Franz Ernst warGeheimer Rath zu Wiirzburg und Oberamtmann zu Asfurth; von des-sen Söhnen war Philipp Ludwig kurmainzischer und bambergischer Ge-heimer Rath, auch Präsident der Ober-Einnahme. Der zweite, FranzGeorg, fürstl. bambergischer Geheimer Rath, Domherr zu Mainz,Wiirzburg und Bamberg. — Der dritte, Friedrich Dietrich, war wiirz-burgischer Geheimer Rath und Amtmann zu Arnstein, und der vierte,Gottfried Philipp Joseph, kur-mainzischer Geheimer Rath und Statt-halter zu Erfurt. Dieser Letztere brachte die freiherrliche Würde aufsein Haus. Der letzte Faust, Freiherr v. Str., war Friedrich DietrichJoseph. Seine einzige Tochter, Marie Eon Johanna, vermählte sichmit Casimir Anselm Franz, Grafen v. Eitz (gest. 1778), und brachtediesem Hause Güter, Wappen und Namen zu. — Das Faust v. Strom-bergsche Wappen zeigt ein golden und roth geschachtetes Feld in vierReihen. Im oberen Winkel ist der erste Platz mit einem schwarzenSterne belegt. Auf dem Helme liegt ein Fürstenhut mit Hermelin zwi-