Falkcnhain.
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Sclilesien, wo er sich bei Schönau niederliess und Falkenhein erbaute,oder doch diesem erworbenen Orte den Namen gab. Mehrere zogenmit dem Herzoge Balthasar nach Preussen und liessen sich daselbstnieder. Ein anderer Ast hatte sich in der Mark verbreitet und erwarbdaselbst Falkenhausen bei Miincheberg, so wie im Lande SternbergGrabow. Als Besitzer von diesem Gute fuhrt sie auch v. Gnndling,der sie v. Falkenhahn nennt, an. In Schlesien aber haben sie zahlreicheBesitzungen gehabt; sie schrieben sich hier auch v. F. und Brauchitsch-dorf. Conradswaldau, Koyn, Rothkirch, Rüstern, Seichau und Gassen-dorf gehörten ihnen. In der Gegenwart besitzt ein v. F. das GutRaschwitz oder Raschkowitz in Oberschlesien. — Sigismund v. F.wurde am S. October 1721 in den böhmischen Freiherrenstand erho-ben, und Friedrich , Freiherr v. F., braunschweigischer Gesandter amkaiserlichen Ilofe zu Wien, war schon am 9. Decbr. 1689 in den Gra-fenstand erhoben, und dadurch Stifter der heute noch in Oesterreichblühenden, und die Herrschaften Dross, Otterschlag und Rechberg be-sitzenden gräflichen Linie, deren Chef gegenwärtig Graf Eugen Isidor,k. k. Kämmerer und Generalmajor ist. Seine Gemahlin ist die GrätinKaroline v. Walsee. Es leben aus dieser Ehe fünf Söhne. Diese Liniegehört der katholischen Kirche an. Am 6. Novbr. 1741 erhob KönigFriedrich II. den Freiherrn Ernst August v. F. in den preuss. Gra-fenstand. Von der scldesischen ist anzuführen Friedrich Gotthelf v. F.,der als königl. preuss. Generallieutenant, Gouverneur der FestungSchweidnitz, am 6. März 1786 zu Schweidnitz mit dem Ruhme, einerder bravsten Ofliziere Friedrichs des Grossen gewesen zu sein, ver-starb. Von den in der Gegenwart nicht zahlreichen Mitgliedern derprotestantischen Linie starb ein Lieutenant v. F., der im RegimentGraf v. Cnnheim gestanden hatte, im Jahre 1807 zu Colberg; ein an-derer liel im Jahre 1800 vor der Festung Cüstrin, als der einzigeOffizier, der den schnellen Fall dieses Platzes mit seinem Blute besie-gelte. •—• Das Wappen der Herren v. F. in Schlesien zeigt im weis-sen Schilde ein rothes Jägerhorn; dasselbe Bild wiederholt sich aufdem Helme, geschmückt mit fünf weissen Reiherfedern. Die märkischeLinie führte dasselbe Wappen, nur hatte sie statt der angegebenenReiherfedern, Pfauenfedern; Bilder, die mit dem Namen F. in Ver-bindung stehen. M. s. Sinap. I. S. 858, II. S. 71. Siebmacher giebtdas Wappen I. S. 58. u. 178. Das erstere ist das der scldesischen, daszweite das der märkischen Linie. — Die gräfliche Linie in Oester-reich führt das Falkenhainsche Jagdhorn im Herzschilde, das Haupt-schild aber ist quadrirt. Die Felder 1 und 4 sind blau, und jedes mitdrei von der obern Rechten zur untern Linken angebrachten goldenenMünzen belegt. Das zweite rothe Feld stellt einen nach der rechtenSeite aufspringenden silbernen Löwen vor, das vierte ist schwarz undweiss getheilt, und enthält ein halb schwarzes, halb silbernes Einhornmit abwechselnden Tincturen dargestellt. Die drei Helme sind gekrönt,auf dem mittleren steht der Löwe verkürzt, die beiden äusseren tra-gen die in Form eines Pfauenschweifes gestellten goldenen Blätter,belegt mit dem Jagdhorne. — Die Franz Adanische Linie führt ganzdasselbe Wappen, nur ist es im Helmschmucke dadurch verschieden,dass hier alle drei Helme das Jagdhorn tragen. — Die in den preuss.Grafenstand erhobene Linie führt ein rothes Jagdhorn ohne Beschlägeim silbernen Schilde, und die Grafenkrone ist nur mit zwei Helmenbedeckt. Der rechte trägt das Jagdhorn und einen Federbusch, derlinke einen rothen, die Spitzen nach der linken Seite gekehrten Adler-fliigel.