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Falkcnslein.
Falk enstein, tlic Herren von.
„Diese vornehme, altadelige Familie hat dnreh ritterliche Drohenunerschrockener Tapferkeit und unverriiekter Treue unsterblichen Ruhm,und durch Ihre Uaiserl. Majestät allerhöchste Gnade die besondereFreiheit erlangt, in Petschaften rothes Wachs zu brauchen, ingleichen,ilafern sie sich ihrer Gelegenheit nach in Städten niederlassen wollen,die Exemption von allen bürgerlichen Beschwerden vor sich, ihre Fa-milie und ihr Gesinde, es wäre denn, dass sie liegende Güter in sol-chen Städten an sich brächten, davon sie, jedoch ohne Einnehmungeinigen Kriegsvolkes, Hofgesindes und Botschaften, neben derselbenBürgerschaft, gebührendes Mitleiden tragen, und solcher Güte wegenRecht nehmen und geben, sonst aber wegen derselben Güter von bür-gerlicher Obrigkeit und Jurisdiction gänzlich exempt sein, so, dasssie von keiner andern Obrigkeit als von Ihro kaiserl. Majestät und der-selben Regierung, oder der nachgesetzten höchsten Landesobrigkeit zuerscheinen schuldig, auch dass sie und ihre Leute weder an des hei-ligen römischen Reichs-Hofgericht zu Rothweil, noch ander fremdesGericht geladen werden, in Kriegs- und Empörungszeiten den kaiserl.und Reichsadler, auch derer Erb - Königreiche des Erzhauses Oest-reich, und Burg und Wappen an ihren Wohnungen, Ilaab und Güterzu einem Schutz und salvaguardia anschlagen mögen, sammt andernauf ewig allergnädigst verliehenen herrlichen Prärogativen." (M. s. Si-napii schlesische Curiositäten II. p. 620.). — Aus diesem alten Ge-schlechte war Kuniz v. F. 1269 unter den schweidnitzischen und jauer-schen Vasallen. (M. s. Universal-Lexik. II. S. 149.) — 1651 glänztennoch von sechs Gebrüdern zwei in kaiserl. Kriegsdiensten, Thomas undChristoph Vogel v. F.— Thomas v. F. erwies sich „durch 28 Jahre (um dieWorte des Sinapius zu brauchen) dergestalt tapfer, dass er vom unter-sten Grade ohne einigen faveur bloss durch seine eigene Tugend undVorsicht von einem Befehl zum andern geleitet, und endlich zurHauptmanns-Charge befördert worden, inmassen er sich in währendsolcher Zeit in vielfältigen blutigen Occasionen, und sonderlich in de-nen mit Ihro kaiserl. Majestät und des heiligen römischen Reichs Fein-den vorgegangenen Schlachten, als: die Schlacht bei der DessauerBrücke an der Elbe im Fürstenthume Anhalt, mit den Mansfeldern,1626, bei der Belagerung von Stralsund 1628, bei der Schlacht vonLeipzig 1631, in der Schlacht von Lützen 1632, bei der Belage-rung der Städte Nürnberg, Schweidnitz und Stein 1633, von Regens-burg 1634, in der Nördlinger Schlacht 1635, der Magdeburger Schlacht,von Wittstock 1636, Einnahme der Stadt Zittau, Belagerung der Fe-stung Eger und mehrerer andern harten Trelfen, Scharmützeln, Par-tieen, Einfällen und zum öftern eingebrachten und der kaiserl. Gene-ralität priisentirten viel gefangenen Ollizieren und gemeinen Soldaten,nicht weniger bei Belager-, Erober- und Entsetzungen vornehmer Fe-stungen und Pässe in den ungarischen Grenzen, als unter andern heiFillek in Ungarn , seine herzhafte Grossmüthigkeit ungescheut eigenerLebens- und Leibesgefahr dergestalt continuiret, dass solches zu ei-nem immerwährenden Ruhme und allen ritterlichen Sieg liebenden Sol-daten zu einem Exenipel der Nachfolge angesetzt werden kann, wieIhro Majestät Kaiser Ferdinandus III. diese allergnädigste Expressionselbst zu gebrauchen gewürdigt." — Im Jahre 1716 den 2. April starbHannibul Leopold von Falkenstein auf Starwitz, im Ottmachau-Neisseschen; seine Gemahlin war Anna Elisabeth von Hundt undCosel. — Karl Sigismund Leopold von Falkenstein, ein Sohn desVorigen, studirte zu Neisse, Breslau und von 1720 auf der Ritter-academie zu Liegnitz, dann 1722 den 19ten März „festo St. Jo-