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2 (1842) E - H
Entstehung
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Falkenbcrg Fiilkenliain.

malige kurfiirstl. Lustschloss Lochau (gegenwärtig Annaburg) in Aschegelegt wurde. Die Mutter des Landeshauptmannes, Grafen George v.Götzen, die erste Gemahlin des Generalfeldmarschalles Grafen v. G.,war lilisabeih v. Falken. Die v. F. führten ein rothes und weissesSchild, welches in der Mitte durch eine schwarze Linie getheilt war.In der oberen weissen Hälfte stand ein rother, in der unteren rothenein weisser, nach der linken Seite gekehrter, Greif. Auf dem Helmewar zwischen zwei rothen und silbernen Biilfelhörnern ein rother Fal-ken dargestellt. Dieses Wappen giebt Siebmacher, III. S. 159. Mi-crülins erwähnt dieses Geschlecht S. 483. Gaulle, I. S. 393. Grosserin der Geschichte der Lausitz, III. S. GS.

Falkenbcrg (aucli Falckcnbcrg), die Herren von.

Von diesem altadeligen Geschlechte, das ursprünglich den Land-schaften an der unteren Weser angehört, wo sie namentlich Herstelleund Blankenau besassen, waren verschiedene Aeste in Schlesien, in derUckermark und in l'reussen verbreitet. Christoph v. F., Drost zuBlankenau, der im Jahre 1590 starb, hatte mit Apollonia vom Spiegel zumDesenberge mehrere Söhne gezeugt, namentlich Dietrich , Grafen v. F.,der sich durch seine lieldenmiithige Verteidigung Magdeburgs hoch-beriihmt gemacht hat und seinen Tod auf den rauchenden Trümmernder Feste fand, als sie Tilly's wilde Schaaren bestürmten. Sein Bru-der, Muritz v. F., der in kaiserl. Diensten stand, soll nach einigenSchriftstellern den König Gustav Adolph hei Lützen getödtet haben.Dietrich besass auch Güter in Schweden, die sein jüngerer Bruder 1636ererbte; sein Enkel Conrad, Graf v. F., gelangte zu hohen Würden im k.schwed. Civildienste. In Schlesien war ein Ast ansässig, dermis Hessen da-hin gekommen war; ein anderer Zweig schrieb sich aus dem Hause La-mirsch. Die aus Hessen am Rhein dahin gekommenen stifteten in Schlesiendas Haus Falkenberg-Racke, von dem Gute gleiches Namens, das sieim Oelsischen besassen, so genannt. Dieser Linie gehörte auch Gr.-Dober, Bischkawe, Netsche, Bergwitz, sämmtlicli im Oelsischen ge-legen, und Christoph Friedrich erwarb um das Jahr 1680 Biegnitz imGlogauschen. Bis zum Jahre 1806 standen noch mehrere Subaltern-Olliziere dieses Namens in der Armee, und noch gegenwärtig ist die-ses der Fall. Ein Cäpitain v. F., der früher in dem Regiment v. Tres-kow zu Danzig gestanden hatte, schied im Jahre 1819 aus dem 25.Infanterieregiment, aus. Ein anderer war bis zum Jahre 1823 Capitainin der 9- Invalidencompagnie. Die schlesischen v. F. führten im schwar-zen Schilde einen gedeckten Tisch, auf dem auf jeder Seite vier Tel-ler standen, und auf dem Helme einen Falken. Alle übrigen Wap-pen Derer v. F. sind sehr verschieden von diesem, nur der Falkeauf dem Helme ist bei den meisten angebracht. M. s. über die schle-sischen v. F. Sinap., I. S. 253; über die uckermärkischen Grundmann,S. 21; über die preussischeu Gaulie, Anhang, S. 1453. v. Gundlinga. a. O.Anhang, S. 15, führt sie als Besitzer der Güter Caterbow undDolgow bei Ruppin an.

Falkenliain, die Grafen und Herren von.

Der Stammvater dieses uralten Geschlechtes ist Falco, den KaiserHeinrich I. nach der Schlacht bei Merseburg, im Jahre 934, zum Rit-ter schlug und mit Gütern im Stifte Würzen belehnte. Von seinenNachkommen begab sich ein Zweig schon im 12. Jahrhunderte nach