Falirenheit •— Falken.
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des Königs der Niederlande am Hofe des Königs der Franzosen, Ba-ron v. Fagel, auch Ritter des preuss. rotlien Adlerordens I. Classe,war bis zum Jahre 18013 königl. preuss. Major, wirkl. Oilizier der Ar-mee und Adjutant des damaligen Prinzen von Oranien.
Fahrcnlicit (d), die Herren von.
Der aus einer Danziger angesehenen bürgerlichen Familie stam-mende Johann Friedrich Wilhelm Falirenheit, damals Kriegs- und Do-mainenrath, wurde am 2. Octbr. 178(3 in den preuss. Adelstand erho-ben. Iir besass sehr ansehnliche Güter in der Provinz PreusSen, undsein Sohn besitzt noch gegenwärtig Angerap im Kreise Darkehmen.Derselbe unterhält ein in vorzüglichem Rufe stehendes Gestüt, v. F.ist auch Ritter des rothen Adlerordens III. Classe. Sehr berühmt isteiner ihrer Vorfahren, Daniel Gabriel Falirenheit, geworden. Er warum das Jahr 1000 zu Danzig geboren, und verliess seine frühere iner-kantilische Bestimmung, um seiner vorherrschenden Neigung für dasStudium der Natur zu folgen. Er durchreiste Deutschland und Eng-land, liess sich in Holland nieder, trat daselbst mit den berühmtestenNaturforschern in enge Verbindung, und erfand als Resultat seinerForschungen ein Quecksilber-Thermometer, thciltc den Raum zwischendein künstlichen Gefrierpunkte und dem, bis zu welchem das Quecksil-ber im siedenden AVasser steigt, in 212 Theile. AVährend wir jetztgewöhnlich nach dem von Reaumur verbesserten Thermometer rech-nen, bedienen sich noch heute die Engländer fast ausschliesslich desFahrenheitschen Thermometers. Dieser merkwürdige Mann starb imJahre 1740, als er eben wieder ein riesenhaftes AVerk seines Geistes,eine Entwässerungsinaschine für die durch die Ueberschweminungenheimgesuchten Niederlande fast vollendet hatte.
Fakrenliolz, Herr von.
Aus diesem märkischen Geschlechte, welches gegenwärtig in denpreuss. Staaten erloschen zu sein scheint, starb im Jahre 1822 derOherst v. Fahrenholz, der früher im Dragonerregiment v. Brüsewitzstand. Er war auch Ritter des Verdienstordens (erworben in deinTreffen bei Rawka). Grundniann erwähnt mit wenig AVorten diesesGeschlecht in seiner Chronik der Uckermark S. 21.
Falken, die Herren von.
Ein altadeliges, gegenwärtig, wie es scheint, bei uns erloschenesGeschlecht, das in Pommern und in der Mark Güter besass. In Pom-mern war es im Kreise Belgardt ansässig. In der Mark besassen siedas Gut Bleddin (?), wie Gauhe behauptet. Vielleicht soll es heissenBlessin. v. Gundling nennt sie als Besitzer von Socker im Havellande.Uebrigens waren auch mehrere Zweige dieser Familie in der Lausitzund im Meissnischen begütert. Merkwürdig sind aus diesem GeschlechteJlerrmann v. F., der um das Jahr 1240 Heermeister des deutschenOrdens in Lielland war, und sich tapfer mit den Russen herumschlug.
Clemens v. F. auf Nauenhoff, der 1480 kursächsischer Jägermeisterund Amtshauptmann zu Moritzburg war. — Zwei Brüder aus diesemGeschlechte, Hans und Matthias, kursächsische Räthe, hatten im Jahre1412 das Unglück, ihren Tod in den Flammen zu linden, als das da-