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2 (1842) E - H
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Erleakainj).

viele alte Schweizergeschlechter, ilire Abkunft von den Grafen vonNeul'chatel ab. A iele ausgezeichnete Männer, Feldherren und Staats-beamte, die tlieils dem Vaterlande, theils anderen Staaten wichtigeDienste geleistet haben, sind aus ihr hervorgegangen. Es wendetensich schon im 16. Jahrhunderte mehrere Zweige dieses Geschlechtesnach Deutschland, besonders nach Obersachsen und in die anhaltschenStaaten. In Beziehung auf den preuss. Staat gehören folgende Zweigedieses vornehmen Geschlechtes hierher. Albrecht Friedrich v. E., Herrzu Hindelbank und Urthenau, geb. 1(396, erhielt im Jahre 1781 denschwarzen Adlerorden und starb in einem seltenen hohen Alter imJahre 1788. Ein Freiherr Sigismund v. E. starb im Jahre 1722 alskönigl. preuss. Generalmajor und Hofmarschall. Er war früher Colo-nel, Commandant der (CO Schweizer König Friedrichs I., verlor aberbei dem Antritte der Regierung Friedrich Wilhelms seine Chargen.Friedrich August , Freiherr v. E., der Sohn des anhalt-bernburgschenHofmarschalles August Lebrecht v. E. und einer v. Schenk, gelangte zurWurde eines königl. preuss. Generallieutenants und Chefs eines Fiisi-lierregiments, das in Schweidnitz garnisonirte, auch war er Ritter desOrdens pour le merite, Erbherr auf Ober- und Nieder-Sürding undBogenau im Breslauischen. Er trat im Jahre 1791 aus dem activenDienste und starb schon einige Jahre später. Er hinterliess von seinerGemahlin, einer geb. v. Wallwitz, verwittweten v. Ranchhaupt, einenSohn und drei Töchter. Der Sohn privatisirte zuletzt in Mannheim;von den Töchtern vermählte sich eine mit dem Grafen von Piicklerauf Gimmel, die zweite mit dem Freiherren v. Röhl, damals auf Gr.-Reichen und gestorben als Landrath zu Trebnitz. Beide sind schonseit einigen Jahren verstorben , die dritte aber ist die noch lebendeWittwe des Freiherren v. Zedlitz auf Teichen.au bei Schweidnitz inSchlesien, als 'der letzte weibliche Abkomme des freiherrlichen Ge-schlechtes v. E. in den preuss. Staaten. Das v. Erlachsche Wap-pen zeigt im rothen Felde einen silbernen Pfahl. Siebmacher giebt,I. S. 200, dieses Wappen. Hier ist der weisse Pfahl mit einem blauenSparren belegt. Derselbe zeigt sich auch zwischen zwei rothen, obenmit einem Dache zusammengefugten, und mit rothen Strauss- und ei-nigen Hahnfedern geschmückten Säulen auf dem Helme. M. s. Leu,Schweizer Lexicon VI. S. 392 411. May, hist. milit. de la Suisse,VI. p. 62 etc. Lutz, Nekrolog merkwürdiger Schweizer S. 124130.Biographisches Lexicon aller Helden und Militairpersonen u. s. w.,S. 403 u. f. Gauhe, I. S. 384.

Erlenkamp, die Freiherren von.

Ein angesehenes, diesen Namen führendes Geschlecht, welches ansdem Königreiche Neapel abstammt, und lrüher den Namen de Campoführte, wendete sich nach Deutschland und namentlich nach Schwaben,wo es anfänglich von Kamp genannt wurde. Ein Sohn aus diesemHause zeichnete sich im Kriege gegen die Türken besonders aus, na-mentlich brachte er denselben eines Tages eine bedeutende Niederlageauf einem mit Erlen besetzten Felde bei. Karl V. erhob ihn in dendeutschen Reichsadel, und die Familie Kamp soll den Namen bei die-ser Gelegenheit in Erlenkamp verwandelt haben. Die Freiherren-würde ist ihr am 21. März 1674 mittelst Diplom des Kaisers Leopold I.ertheilt worden. König Friedrich II. gab dem damals im Appenburg-schen Dragonerregiment stehenden Lieutenant, Adolph Friedrich Lau-t/ermann, die Iirlaubniss unter dem 3. Juli 1776, den Namen und dasWappen der Freiherren v. Erlenkamp führen zu dürfen. M. s. auch