Erncst — Ernstliauscn.
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den Artikel v. Langermann. — Das selir zusammengesetzte freiherr-licli v. Langeruiann-Erlenkainpsche Wappen ist qnadrirt und mit einemMittelscliildclien verseilen. Die Felder 1 und 4 zeigen jedes zweisilberne Balken und einen blauen Löwen in Gold, die Felder 2 und 3aber jedes einen rothen Sparren und drei Erlenbäume, oben zwei undunten einen. Das blaue Herzscliild ist mit einem von der rechten obernzur linken untern Seite gehenden rotlien Balken belegt, und es sindin demselben sechs silberne Sterne dargestellt. Von den zwei geklön-ten Helmen des Schildes trägt der zur Hechten zwischen einem golde-nen mit dem silbernen Balken belegten Adlerüuge den blauen Löwen,der linke aber zwischen einem silbernen und rothen Adlerüuge denErlenbaum. Das Laubwerk ist blau und Silber.
Aus diesem alten Patriziergeschlecht der Stadt Bern, welches un-ter seinen Vorfahren Landvögte und andere hohe Staatsbeamte zahlt,kam Jpliami Victor, geb. zu Bern im Jahre 1742, aus fremden Dien-sten 1786 in die prenss. Armee. Er focht in der Rheincampagne ander Spitze eines Fiisilierbataillons mit grosser Auszeichnung, und erwarbsich bei Kaiserslautern den Verdienstorden; 1804 erhielt er die zweiteMagdeburgische Fiisilierbrigade, und bei Jena hatte er ein Commandoim Riickelsclien Corps. Er starb im Pensionsstande 1817. — EinSolln von ihm ist der königl. Regierungs- und Forstrath v. E. zuBreslau, der früher als Offizier im Feldjägerregiinente stand. Einerv. E., der im Regimente Prinz Louis Ferdinand diente, ist 1810 in derdeutschen Legion in Spanien geblieben. — Diese Familie führt imgoldenen Schilde einen schwarzen Widder. — Ausserdem linden wirauch Herren v. Ernst, wie den Regierungsrath Ferdinand v. E. zu Kö-nigsberg, und einen Offizier in der Cavallerie, zuletzt Gensd'armerie,der in der Liste bald v. Ernst, bald v. Ei nest geschrieben wird. — Zweivor uns liegende Abdrücke ergeben folgende Verschiedenheit in denWappen der Familien v. Einest und v. Ernst. Die Familie v. Ennestführt im goldenen Schilde den Obertheil eines aufspringenden schwar-zen Widders , die v. Ernst aber im blau und goldenen getheilten Schildeeinen aufspringenden Löwen, der in der rechten Pranke einen überdie Schultern gelegten Spiess, in der linken aber ein Schild hält. Eindrittes ebenfalls vor uns liegendes M r appen einer Familie v. Kniest istein quadrirtes silbernes Schild. Im 1. Quartiere zeigt sich ein aus denWolken kommender und einen Säbel führender Arm, im 2. steht einPatriarchen- oder erzbischöüiches Doppelkreuz, im 3. sind drei rotheschräg gelegte Balken, und im 4. ein halber Mond zwischen dreieinen Triangel bildenden Sternen dargestellt.
Der König Friedrich Wilhelm IL erhob im Jahre 1786 den geh.Finanzrath und Präsidenten des Obercollegii medici, Victor TobiasErnst, mit dem Prädicat v. Ernsthansen, in den Adelstand. Zwei Söhnevon ihm dienten in der Armee; der ältere im Reg. vac. v. Borke,nahm 1809 seinen Ahschied und starb 1813 als österreichischer Ritt-meister, der jüngere, im Regiment v. Natzmer, schied 1820 als Capi-tain ans dem 20. Infanterieregiment aus, und wurde als Major v. d. A.Landrath des Kreises Gummersbach im Reg.-Bez. Cöln. Eine Toch-ter des Präsidenten war an den General v. Riichel vermählt, und eine
Erncst, die Herren von.
Ernstliansen, die Herren von.