Ericlison — Erlacli.
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Erich8on (scn.), die Herren von.
Schon unter den Offizieren der kleinen Armee des KurfürstenGeorge Wilhelm kommt ein Ericlison als Oherstlieutenant und Com-jnandeur eines Regimentes von 350 Mann zu Fuss, vor. In der neuernZeit ist dieser Name in der preussischen Armee sehr achtungsvoll ge-nannt durch Karl Gustav v. Ericlison, der am 11. Jan. 1743 zu Mos-kau geboren war und seit 1760 im diesseitigen Heere diente. Als Hu-sarenmajor machte er die Rhein - Campagne, in der er sich den Ver-dienstorden erwarb, mit. Im Jahre 1802 tauschte er mit dem Für-sten v. Anhalt-Pless, und wurde Brigadier der oberschlesischen Fü-siliere, an deren Spitze er bei Jena tapfer focht, bis er verwundetnach Weimar gebracht werden musste. Schon im Jahre 1809 wurdesein 50jähriges Dienstjubiläum feierlich begangen, er war damals Com-mandant der Festung Cosel. Als General-Lieutenant trat der ehren-voll ergraute Krieger 1813 mit Pension in den verdienten Stand derRulle. Er starb am 5. März 1827. Der Verfasser des Pantheonssagt: „er hinterlies ein ruhmvolles Andenken durch Tapferkeit, Treueund Anhänglichkeit an seinen König, aber nicht minder durch reineHerzensgute." Sein Sohn, jetzt Major ausser Diensten, erwarb sich inder Schlacht bei Leipzig das eiserne Kreuz. Ein Rittmeister v. E. er-hielt im Jahre 1812 die Erlaubniss, den Namen und das Wappen sei-ner Adoptivmutter v. Zitzewitz mit dem seinigen zu vereinigen, undsich v. Ericlison, genannt v. Zitzewitz, schreiben zu dürfen. — Sieführen im goldenen Schilde zwei Adlerbeine mit den Krallen übersKreuz gelegt, und auf dem Helme zwei Büll'elhörner.
Erkel, die Herren von.
Die Herren v. Erkel werden unter die vornehmen Edelleute undDynasten in Geldern gezählt. Sie besassen den Reichsadel ohne dasssie sich unter die Reichsfürsten und Fürstengenossen zählen durften.Daher entstanden grosse Streitigkeiten, als Johann v. E., der Gemahlder Johanna, Tochter des Herzogs Mülheim zu Geldern und Jülich, An-sprüche auf das Erbe seiner Gemahlin, der Letzten ihres Stammes,machte. Er kam dadurch namentlich mit dein Grafen von Holland ingrosse Weitläufigkeiten und Prozesse, die ihm Gut und Freiheit ko-steten. Zuletzt sah er sich genüthigt, das Wenige, was er noch be-sass, an das Haus Egmont zu überlassen. (M. s. diesen Artikel.)
Erkel eil, die Grafen von.
Heinrich, Graf und Erbdrost zu Erkelen, war Abgesandter desHerzogs Wilhelm zu Jülich bei dem am 3. October 1528 zu Gorkumgeschlossenen Frieden mit Karl v. Egmont, Herzog von Geldern. M.s. diesen Artikel.
Erlacli, die Freiherren von.
Die Schweiz ist das Vaterland des uralten freiherilichen Geschlech-tes v. Erlach, namentlich ist der Canton Bern ihre Heimath. EinZweig desselben, der Feldmarschall Hieronymus v. E., wurde im Jahre1715 Reichsgraf. Das alte Stammhaus der Familie, das Schloss Er-lach, gehörte derselben bis in das 13. Jahrhundert, und sie leitet, wie