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2 (1842) E - H
Entstehung
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Erdmannsdorf!' Erhard.

Erdmannsdorf! 1 , die Herren von.

Kine der iiitesten und angesehensten Familien in Sachsen, die ihrStammschloss, welches bis in das 15. Jahihundert in ihren Händenwar, im Amte Angustusbiirg hat. Ks wird aber gewöhnlich mir Ez-dorlf genannt. Später erwarb die Familie auch Neukirchen, Küssernund viele andere Güter. Ein Menclius v. K. kommt im Jahre 1451auf einem Landtage zu Grimma vor. Er erwarb sich den Ritterschlagfür die Dienste, die er im Hussitenkriege geleistet hatte. (M. s. WeckensDresdner Chronik S. 439.) Nikolas v. E. wird rin Jahre 1454 un-ter den gelehrten Magistern zu Leipzig genannt. (M. s. Vogels Leip-ziger Chronik.) Dietrich v. E. war 154tj Hofmarschall zu Coburg.Wolf Dietrich v. E. verlieh der Familie einen neuen Glanz als künigl.polnischer und kursächsischer Oberhof- und Landjägermeister. Er lebteam Anfange des IS. Jahrhunderts. Sein Bruder, Ernst Dietrich,war königl. polnischer Kammerherr und Hausmarschall. (M. s. Muel-leri annal. Sax.) Im preussischen Civildienste erwarb sich anerkannteVerdienste der Chef-Präsident v. Erdmannsdorf, der als Chef-Prä-sident der Regierung zu Liegnitz verstorben ist. Ein Sohn ans des-sen Elle mit einer gebornen von Rappart steht im 26. Infanterieregi-mente zu Magdeburg Julius Bernhard liicluird v. E. zu Weissigbei Hoyerswerda, wurde im Jahre 1832 künigl. prenss. Kammerherr.Der künigl. preuss. Oberforstmeister v. E. besass Hohenalsdorif. Vonseinen Tüchtern wurde Therese Emma v. E., die Gemahlin des Prin-zen Georg Bernhard von Anhalt-Dessau , und bei dieser Gelegenheitzu einer Gräfin von Reina erhoben. M. s. ein Melireres über dieseFamilie in v. Uechtritz diploinat. Nachriohten II. S. .37 u. f. König,II. S. 371 u. f. Gaulle, I. S. 381 u. f. Das v. Erdmannsdorffsche Wap-pen ist ausserordentlich einfach. Es besteht aus einem gespaltenen,auf der rechten Seite goldenem, auf der linken Seite rothem Schilde.Auf dem offenen ungekrönten Turnierhelme sind zwei Adleriiiigel, vondenen der rechte rotli und der linke golden ist, angebracht.

Erffa, die Herren von.

Die Herren v. Erffa gehören zum sächsischen und thüringischenAdel, namentlich waren sie in einigen Kreisen des jetzigen Regierungs-bezirks Erfurt begütert. Gegenwärtig finden wir sie aber nicht alsStaatsdiener, Olliziere oder Grundbesitzer erwähnt. Siebmacher giebtihr Wappen I. S. 149, und v. Meiling beschreibt es II. S. 226. Sie füh-ren im blauen Schilde zwei goldene Adlerflügel, und auf dem gekrön-ten Helme sechs roth und weisse Fähnlein an goldenen Stangen. Nach-richten über diese Familie giebt König, II. S. 379 90. Uechtritz, I.74 und 75. Sehannat, Client. Fühl. S. 75, Gauhe, I. S. 382 84.

Erhard, Herr von.

Se. Majestät der jetzt regierende König Friedrich Wilhelm III.erhob durch Diplom vom 19. Oct. 1835 den Major und gegenwärtigBrigadier der Garde-Artillerie, Joh. Christian Ludwig Erhard und des-sen Nachkommen in den Adelstand. Das dieser adeligen Familie bei-gelegte Wappen zeigt im gespaltenen, rechts goldenen, links schwar-zen Schilde, hier drei silberne Balken, dort einen nach der rechtenSeite aufspringenden Edelhirsch. Der letztere ist eben so verkürzt aufdem gekrönten adeligen Turnierhelme dargestellt. Hie Decken unddas Laubwerk golden und schwarz.