Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
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Egmont.

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mar JE belegen ist. Die Gescbiclite ihres Ursprungs verliert sich in «lasDunkel der Vorzeit. Einige Autoren lassen sie von den alten Köni-gen der Friesen abstammen. Hierher gehören die Egmonts am Nie-derrhein , von denen Johann v. E., der Geinahl der Maria v. Erkelwar, die mütterlicher Seite der letzte Abkomme des herzoglichen Hau-ses von Geldern und Jülich war, und daher Ansprüche auf das Her-zogtlnim Geldern machte. Der einzige Sohn aus dieser Ehe, Arnoldv. E. starb im J. 1472 als prätendirter Herzog von Geblern. Er warmit Kitllinrinc, Tochter des Herzogs Adolph v. Cleve, vermählt. Schonbei dem Absterben des letzten Herzogs zu Geldern war die Frageentstanden, ob dessen Schwester, Johanna, ihrem Gemahl, Johannv. Erkel, ein grosses Reichsherzogthum, wie Geldern war, zubringenkönne, und ob überhaupt die Herren v. Erkel und die später in ihreRechte tretenden Herren v. Egmont durch diese Vermählung Reichs-herzöge werden könnten, da sich die beiden sonst vornehmen Ge-schlechter nicht fürstlicher Geburt zu rühmen im Stande waren. DenStänden des damaligen Herzogthums Geldern war aber mehr mit einemgrossen Edelmann aus ihrer Mitte, als mit einem grossen Fürsten ge-dient, und sie wollten daher dem Arnold v. Egmont huldigen. Dage-gen aber lehnten sich die Stände im Oberquartiere und Ruremondeauf; sie hielten es mit Adolph, Grafen v. Bergen, weil sie wussten,«lass die Geburt der Erkel und Egmont zur fürstlichen Würde und Fiir-stengenossenschaft nicht hinlänglich sei. Sie stützten sich vorzüglichauf die Thatsache, dass kurz vorher Wilhelm v. Erkel, der kin-derlos verstorbene Bruder der Maria v. Erkel, vermählten v. Egmont,seine Güter dem Herzog lleinhold von Jülich und Geldern zum Lehnegegeben, und ihn auf diese Weise als Landesherrn anerkannt hatte.Arnold v. Egmont sparte aber weder Geld noch Worte, um sich bei denStänden beliebt zu machen. Er gab ihnen neue Vorrechte und bekräf-tigte die alten, und versicherte sich auch im Jahre 1424 der Stadt Nim-wegen, doch war Ruremonde zu nichts zu bewegen. Es gelang auchdem Arnold v. Egmont, seine Ansprüche mittelst eines kaiserl. Versi-cherungsbriefes weiter geltend zu machen. Bald aber trat Graf Adolphv. Bergen als Prätendent auf und erwirkte einen Gegenbefehl des Kai-sers, durch welchen die Stände angewiesen wurden, sich ohne Zeit-verlust an diesen ihren neuen Herzog Adolph v. Bergen zu wenden.Am Donnerstage vor Pfingsten im Jahre 1428 wurde genannter GrafAdolph v. Bergen zu Ofen in Ungarn vom Kaiser mit dem Herzog-tliume Geldern belehnt. Es entstand daraus eine Fehde zwischen denbeiden Prätendenten, die am 13. Juli 1429 durch einen Waffenstill-stand geschlossen wurde. Nach dem Inhalte desselben blieb Gelderneinstweilen dem Arnold v. Egmont, Jülich aber wurde als Eigenthumder Grafen v. Bergen erklärt. Wenige Jahre darauf aber erklärte Kai-ser Sigismund den Arnold v. Egmont und seinen Anhang in die Reichs-acht und des Herzogthums Geldern verlustig. Doch führte dieser mitdem Schwerte in der Hand seine Sache weiter fort, bis im Jahre 1439zu Dahlen ein neues Abkommen getroffen wurde. Arnold erhieltsich im Besitz von Geldern, und empfing vom Kaiser und dein PapstePius II. den herzogl. Titel, obgleich beide Oberhäupter auch seinem Wi-dersacher dieselbe Würde beigelegt hatten, weil sie von beiden Hülfegegen die Türken erwarteten. Ein mächtiger Nachbar, der HerzogPhilipp von Burgund, der Gütige, suchte im Trüben zu fischen undhielt es bald mit der einen, bald mit der andern Partei. Arnold hatteseinen Sohn Adolph mit Margaretha, des Herzogs Ludwig von SavoyenTochter, vermählt, um den damaligen Papst Felix V., der dem HauseSavoyen der Geburt nach angehörte, zu gewinnen. "Was aber die aus-wärtigen Feinde Arnolds nicht vermochten, bewirkte seine Gemahlin