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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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"Herrschaften haben allergnädigst geruht"der Oper beyzuwohnen." Wehe euch!wenn ihr einst Rechenschaft geben sollt,von jedem unnützen Worte, das ihr aufErden spracht. — Vor ungefähr achtzig Jah-ren schrieb man am Schlufs der Briefe:zugethaner Diener; darauf wurden wir ge-horsamste Diener , und nün haben wir schondie Ehre es zu seyn. Der Duc d'Epernonschrieb kurz vor seinem Tode an Richelieu,und schlofs mit Votre trüs - humble et tresobeissant serviteur. Als der Brief schon fortwar, besann er sich, dafs der Kardinal nurtres affectionne an ihn geschrieben. Ge-schwind schickte er eine Staffette nach, än-derte den Brief und starb ruhig. — Ein ehr-licher Priester schrieb an Pius den Vierten:An Pius, den Knecht der Knechte Got-tes," und ward dafür ins Gefängnifs ge-worfen.

Die sonderbarsten Titel schuf man imMittelalter. Da gab es Oberßaschenbewah-rer, Oberspiejser u. s. w. Im Fürstenthum