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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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mehr, denn sie war eine Schwierigkeit mehr.Das Vaterland erwartete nichts von ihm;desto besser, wenn er das Vaterland durchThaten überrascht.

Der Ruhm der Vorfahren hingegen istder Maasstab, mit welchem man den Edlenmil'st. Erreicht er ihn, so hat er nur seinePflicht gethan; erreicht er ihn nicht, sonennt ihn Friedrich der Grofse

d'nn tronc fameux une branche pourrie.

Dergleichen faule Zweige giebt es frey-lich viele. Daher die ewigen Vorwürfe,welche man dem Adel über seine Unwis-senheit macht. Sonderbar ist es, sagt LordRivers, dafs fast alle teutsche Schriftsteller,besonders die guten, Bürgerliche sind; da-hingegen über die Hälfte der besten franzö-sischen und englischen Schriftsteller zumAdel gehören.

Es läuft noch mancher rohe adelicheKnabe herum, der die Pest für eine grofsePlage hält, weil dann nicht einmal ein Edel-mann seines Lebens sicher ist; der nichts